yeti
05.11.2009, 19:42
Noch ein paar Tage dann jährt sich dieses Wunder zum 20. Mal. Die echte Mauer ist weg - in vielen Köpfen steht sie noch bombenfest.
Dieses Thema geistert mir seit einer ganzen Weile im Kopf herum. Viel dazu beitragen haben meine Arbeitskollegen in der Firma in der ich seit dem Sommer arbeite.
Beispiele gefällig?
In den Osten fahre ich wenn ich Rentner bin. Was will ich denn da? Ist doch totlangweilig!
Soli zahlen doch nur wir im Westen!
Und sie haben keine Ahnung, wo Leipzig, Dresden, Halle, Rostock, Neubrandenburg, Cottbus, FFO usw sind (wir brauchen das für unsre Arbeit)
Ich kann, will und werde das nie verstehen. Wie kann man so reden?
Muss man dazu die Grenze, den Stacheldraht, den Todesstreifen, die Minenfelder etwa selbst gesehen haben, so wie ich? Meine Eltern stammen aus Oberfranken, dem Coburger Land...ich hab die Grenze bei jedem Besuch in Neustadt selbst gesehen. Ich war fast 11 als die Grenze fiel und das war das Größte was ich bisher erlebt habe. Ich war mit meiner Tante selbst dabei, als sich der Zaun wieder ein Stückchen öffnete und ein weiterer Weg nach Thüringen frei war...
Es war ein unglaubliches Gefühl plötzlich einfach so nach "Sumbarch" laufen zu können, Verwandte zu besuchen (die ich ja noch gar nicht kannte)....
Ich weiß, dass nicht alle und jeder von der Grenzöffnung nur profitiert haben, auch in meiner Verwandtschaft gab es dadurch Verlierer. Der ehemalige Grenzstreifen auf westlicher Seite darbt heute ernorm weil die Förderung weggefallen ist.
Ich weiß auch, dass an der DDR und in der DDR nicht alles schlecht war.
Aber mal ganz ehrlich - sowas soll es nie wieder geben in unserem Deutschland:
http://www.grenzfahrten.de/img/grenze/large/ddr-grenze-2.jpg
Nachtrag:
Als damals bei Neustadt die Grenze geöffnet wurde, hat der 93-jährige Max Deininger, der älteste Bürger Neustadts, gesagt: " Däß ich des noch dolaab dörf, des hätt ich net godacht"...
Und nicht nur Max Deininger, wohl niemand hätte das je gedacht...
Dieses Thema geistert mir seit einer ganzen Weile im Kopf herum. Viel dazu beitragen haben meine Arbeitskollegen in der Firma in der ich seit dem Sommer arbeite.
Beispiele gefällig?
In den Osten fahre ich wenn ich Rentner bin. Was will ich denn da? Ist doch totlangweilig!
Soli zahlen doch nur wir im Westen!
Und sie haben keine Ahnung, wo Leipzig, Dresden, Halle, Rostock, Neubrandenburg, Cottbus, FFO usw sind (wir brauchen das für unsre Arbeit)
Ich kann, will und werde das nie verstehen. Wie kann man so reden?
Muss man dazu die Grenze, den Stacheldraht, den Todesstreifen, die Minenfelder etwa selbst gesehen haben, so wie ich? Meine Eltern stammen aus Oberfranken, dem Coburger Land...ich hab die Grenze bei jedem Besuch in Neustadt selbst gesehen. Ich war fast 11 als die Grenze fiel und das war das Größte was ich bisher erlebt habe. Ich war mit meiner Tante selbst dabei, als sich der Zaun wieder ein Stückchen öffnete und ein weiterer Weg nach Thüringen frei war...
Es war ein unglaubliches Gefühl plötzlich einfach so nach "Sumbarch" laufen zu können, Verwandte zu besuchen (die ich ja noch gar nicht kannte)....
Ich weiß, dass nicht alle und jeder von der Grenzöffnung nur profitiert haben, auch in meiner Verwandtschaft gab es dadurch Verlierer. Der ehemalige Grenzstreifen auf westlicher Seite darbt heute ernorm weil die Förderung weggefallen ist.
Ich weiß auch, dass an der DDR und in der DDR nicht alles schlecht war.
Aber mal ganz ehrlich - sowas soll es nie wieder geben in unserem Deutschland:
http://www.grenzfahrten.de/img/grenze/large/ddr-grenze-2.jpg
Nachtrag:
Als damals bei Neustadt die Grenze geöffnet wurde, hat der 93-jährige Max Deininger, der älteste Bürger Neustadts, gesagt: " Däß ich des noch dolaab dörf, des hätt ich net godacht"...
Und nicht nur Max Deininger, wohl niemand hätte das je gedacht...