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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fairer und respektvoller Umgang mit den gegnerischen Spielern


Tigerski
13.11.2009, 11:26
Hallo Forumsgemeinde,

an dem Punkt, wo wir jetzt stehen, möchte ich doch auch einmal zum Nachdenken anregen:

Sollte man nicht aus der Vergangenheit lernen? Wäre nicht eine Lehre aus den zurückliegenden Tagen, dass man aufhört Spieler gnadenlos auszupfeifen?

Unser Torwart Tim Wiese wird praktisch bei jedem Auswärtsspiel ausgepfiffen. Ich denke, es sollte mal jeder Fan der gegnerischen Mannschaft darüber nachdenken, ob das sein kann. Meint irgendjemand, dass das an Spielern einfach so abprallt?

Ich möchte daher alle Fans bitten und die Freiburger können damit in einer Woche anfangen: hört auf, Tim Wiese andauernd niederzupfeifen - das gehört sich nicht.

Es kann auch gar nicht sein, dass Tim Wiese bei Auftritten der DFB Elf ausgepfiffen wird.

Jamva
13.11.2009, 11:32
ähm.... kahn wurde mit golfbällen und bananen beworfen... ich denke, tim wiese weiß genau, dass er mit seiner art polarisiert und legt es auch ein bisschen darauf an. siehe kahn. der hat seinen ansporn zum großteil auch aus dem hass der gegnerischen fans gezogen. zitat: "morgen wird das ganze stadion gegen uns sein. außer den bayernfans wird ganz deutschland gegen uns sein - und ich kann mir nichts schöneres vorstellen"

und genau dafür hab ich ihn so sehr geliebt - you don't like us? we don't care!

was ich damit sagen will: ich denke, tim wiese kommt sehr gut damit klar, wenn er ausgepfiffen wird und legt es vielleicht sogar darauf an. möglicherweise braucht er es sogar um richtig 'heiß' zu werden.

würde ihn übrigens sehr gerne mal beim fc bayern sehen...er würde vom charakter her ausgezeichnet zu uns passen und der schläfrigen abwehr beine machen :)

Tigerski
13.11.2009, 11:36
würde ihn übrigens sehr gerne mal beim fc bayern sehen...er würde vom charakter her ausgezeichnet zu uns passen und der schläfrigen abwehr beine machen :)

das versteht in bremen keiner, warum wiese nicht schon längst bei bayern spielt

vielleicht hast du recht, dass wiese das nichts ausmacht, aber wissen tun wir es ja leider nicht sicher

mipra
13.11.2009, 11:36
Sehr schöner Thread! ;):party:

Tigerski
13.11.2009, 11:37
Sehr schöner Thread! ;):party:

das ist ein ernst gemeinter thread - wir sollten alle mal drüber nachdenken

Nadl
13.11.2009, 11:39
sorry tiger man ist keine ernstgemeinten threads von dir gewöhnt ;)

Wishmaster
13.11.2009, 11:40
Ich finde den Thread ok, werde dazu noch eine genauere Meinung bei Gelegenheit verfassen.
Was ich nicht ok finde, ist dass der andere aufgrund von sinnlosen Diskussionen geschlossen wurde, die überhaupt nicht zum Thema passen, und wo sich jeder selber mit seinen persönlichen ach so schlimmen Erfahrungen profilieren will.

Es geht/ging dort um Robert Enke und nicht um IRGENDWAS anderes.

:donk:

Jamva
13.11.2009, 11:42
aber nette idee, made my day *g*
bitte in zukunft nicht mehr van bommel auspfeifen! er hat mir erzählt, dass ihn das immer zum weinen bringt.

Tigerski
13.11.2009, 11:42
aber nette idee, made my day *g*
bitte in zukunft nicht mehr van bommel auspfeifen! er hat mir erzählt, dass ihn das immer zum weinen bringt.


ja du kannst das mit dem auspfeifen auch auf bommel ausdehnen: man sollte das bei gar keinem dauerhaft machen

senryu
13.11.2009, 11:43
Wiese ist sicherlich jemand, der polarisiert und ich denke ein bisschen tut er auch was dazu. Aber gut, offen gesagt, besser so als farblose graue Spielermäuse, die nicht aufmucken und schön gestreamlined sind. Dann lieber welche die auffallen.

Mehr habe ich dazu nicht so sagen, dafür verfolge ich die Karriere des Herrn Wiese zu wenig.

Wishmaster
13.11.2009, 11:43
ja du kannst das mit dem auspfeifen auch auf bommel ausdehnen: man sollte das bei gar keinem dauerhaft machen

Thread-Titel könnte geändert werden in "Fairer und respektvoller Umgang mit den gegnerischen Spielern" oder sowas, ein durchaus topaktuelles Thema.

Tigerski
13.11.2009, 11:45
Thread-Titel könnte geändert werden in "Fairer und respektvoller Umgang mit den gegnerischen Spielern" oder sowas, ein durchaus topaktuelles Thema.


ja meinetwegen - das ist in ordnung

Tigerski
13.11.2009, 11:46
Das Skurile ist ja folgendes:

Ich denke, dass Deutschland 2010 mit Tim Wiese im Tor Weltmeister wird: sollte das passieren, dann wird Tim Wiese hochgejubelt werden bis zum geht nicht mehr.

Ich denke, wir sollten mit der Schwarz-Malerei aufhören: nicht immer nur verteufeln und hochjubeln

Jamva
13.11.2009, 11:48
Wiese ist sicherlich jemand, der polarisiert und ich denke ein bisschen tut er auch was dazu. Aber gut, offen gesagt, besser so als farblose graue Spielermäuse, die nicht aufmucken und schön gestreamlined sind. Dann lieber welche die auffallen.


genau! solche spieler gibt es heutzutage leider viel zu wenig...es ist alles viel zu angepasst. wir hatten das ja vorhin im bayernthread schon kurz. wo sind die 'typen', die polarisieren und mal die ein oder andere spitze raushauen? leute wie kahn, effenberg, sammer, basler, kohler etc.

da fallen mir heute nur noch drei leute ein: lehmann, wiese und van bommel. mir fehlen diese typen, mit denen man sich voll identifizieren konnte und an denen man sich als fan der gegnerischen mannschaft reiben konnte.

jetzt mal ganz ehrlich: das macht den reiz doch auch aus, oder? die totale identifikation mit der eigenen mannschaft, das unbedingte gewinnen wollen und eben auch den gegner 'niederzubrüllen', zu übertönen, lauter zu sein. davon leben die kleinen vereine in ihren heimspielen gegen große clubs.

idee mit der threadtiteländerung finde ich gut und werde dies direkt mal in die tat umsetzen.

Wishmaster
13.11.2009, 11:48
Prinzipiell gilt für mich: Nationalmannschaft (allerdings nur an Spieltagen und bei Turnieren) geht VOR Vereinsmannschaft, und das schließt jeden Spieler ein, der für Deutschland den Adler auf der Brust trägt.

Auch wenn man gerne viele eigene Spieler sehen würde, so zählt einzig und alleine das Gesamtergebnis und mit welchen Spielern es erreicht wurde, ist mir völlig latte.
Jeder der Jungs, egal ob aus Bremen, München, LEV, Hamburg oder Buxtehude hat das Recht da zu spielen und sollte supported werden.

senryu
13.11.2009, 11:51
Das Skurile ist ja folgendes:

Ich denke, dass Deutschland 2010 mit Tim Wiese im Tor Weltmeister wird: sollte das passieren, dann wird Tim Wiese hochgejubelt werden bis zum geht nicht mehr.

Ich denke, wir sollten mit der Schwarz-Malerei aufhören: nicht immer nur verteufeln und hochjubeln

ich stimme dir prinzipiell zu und sehe es genauso. Aber leider tickt ein grosser Teil der Welt etwas anderes. Bipolare Strukturen (schwarz-weiss, gut-böse, Engel-Teufel) sind natürlich wesentlich einfacher zu handhaben und auch - sorry - für den letzten Idioten verständlich

mipra
13.11.2009, 12:03
Das hat es schon immer im Fussball (auch anderen Sportarten) gegeben und wird es auch weiter geben. So lange es beim Pfeifen bleibt, habe ich da keine Probleme mit.

Nadl
13.11.2009, 12:05
wir sollten hier aber net respektvollen umgang von fans gegenüber anderen spielern verlangen udn selbst respektlose kommentare abgeben!

Dominik
13.11.2009, 13:17
Das Skurile ist ja folgendes:

Ich denke, dass Deutschland 2010 mit Tim Wiese im Tor Weltmeister wird: sollte das passieren, dann wird Tim Wiese hochgejubelt werden bis zum geht nicht mehr.

Ich denke, wir sollten mit der Schwarz-Malerei aufhören: nicht immer nur verteufeln und hochjubeln

Mal abgesehen davon, dass ich davon ausgehe, dass Wiese als Nr.2-3 zur WM fährt;
Solange es beim Pfeifen bleibt, find ich es nicht sonderlich dramatisch...Grade wie Spieler wie Wiese, Van Bommel und Co. legen es darauf an, von den gegnerischen Fans "gehasst" zu werden, mit ihrer provokanten art...Und diese "Sympathiebekundungen" gehören halt dazu. Was ich auch nicht mag, sind Ausrufe wie "Arschloch...Wix*** usw" beim Abschlag; sowas gehört sich meiner meinung nach wirklich nicht. Aber solange es nur beim Pfeifen bleibt, seh ich da nix schlimmes dran.

Tigerski
13.11.2009, 13:23
Mal abgesehen davon, dass ich davon ausgehe, dass Wiese als Nr.2-3 zur WM fährt;


Ich denke, dass er die Nummer 1 wird. Adler und Neuer sind noch zu jung: du kannst zwei so junge Torleute bei der WM nicht verheizen. Adler und Neuer haben eine große Zukunft vor sich, aber wir sollten ihnen noch Zeit geben.

Wishmaster
13.11.2009, 13:34
Mal abgesehen davon, dass ich davon ausgehe, dass Wiese als Nr.2-3 zur WM fährt;
Solange es beim Pfeifen bleibt, find ich es nicht sonderlich dramatisch...Grade wie Spieler wie Wiese, Van Bommel und Co. legen es darauf an, von den gegnerischen Fans "gehasst" zu werden, mit ihrer provokanten art...Und diese "Sympathiebekundungen" gehören halt dazu. Was ich auch nicht mag, sind Ausrufe wie "Arschloch...Wix*** usw" beim Abschlag; sowas gehört sich meiner meinung nach wirklich nicht. Aber solange es nur beim Pfeifen bleibt, seh ich da nix schlimmes dran.

Völlige Zustimmung, einige Spieler provozieren es tatsächlich ein wenig.
Und dass jetzt nicht auf einmal alle Freunde sind, dürfte auch klar sein, nur persönliche Beleidigungen sind nach wie vor fehl am Platze, Pfeifen reicht doch.
Zum ersten Satz kommentier ich nicht, da ich denke dass dieser Thread nicht für eine erneute Nummer-1-Diskussion geeignet ist.

Jamva
13.11.2009, 13:40
sehr übel finde ich immer sprüche wie "tod und hass dem fcb". sowas hat im sport nichts verloren....

pimpinella
13.11.2009, 13:47
Prinzipiell gilt für mich: Nationalmannschaft (allerdings nur an Spieltagen und bei Turnieren) geht VOR Vereinsmannschaft, und das schließt jeden Spieler ein, der für Deutschland den Adler auf der Brust trägt.

Auch wenn man gerne viele eigene Spieler sehen würde, so zählt einzig und alleine das Gesamtergebnis und mit welchen Spielern es erreicht wurde, ist mir völlig latte.
Jeder der Jungs, egal ob aus Bremen, München, LEV, Hamburg oder Buxtehude hat das Recht da zu spielen und sollte supported werden.

Dem schließe ich mich an.

Mal abgesehen davon, dass ich davon ausgehe, dass Wiese als Nr.2-3 zur WM fährt;
Solange es beim Pfeifen bleibt, find ich es nicht sonderlich dramatisch...Grade wie Spieler wie Wiese, Van Bommel und Co. legen es darauf an, von den gegnerischen Fans "gehasst" zu werden, mit ihrer provokanten art...Und diese "Sympathiebekundungen" gehören halt dazu. Was ich auch nicht mag, sind Ausrufe wie "Arschloch...Wix*** usw" beim Abschlag; sowas gehört sich meiner meinung nach wirklich nicht. Aber solange es nur beim Pfeifen bleibt, seh ich da nix schlimmes dran.

Seh' ich auch so. Gegen Pfeifen ist ja im Prinzip nix einzuwenden, und ausserdem wird man das eh nicht verhindern können.

Beleidigungen müssen nicht sein. Oder die Spieler mit Dingen bewerfen. (Ich erinnere mich letzte Saison beim HSV gegen Bremen, wo jemand eine Batterie geworfen hat und Frank Baumann getroffen hat)

Finn-Lady
13.11.2009, 14:00
Wieso wird das Thema eigentlich nur im Fußballbereich diskutiert? *ernsthaft frag* Geht an eine Schanze und nichts ist anders. (Auch wenn da weniger Leuts sind.)
Wir schaffen es nicht im normalen Leben jeden zu akzeptieren, wie er nun mal ist. Wir können im Forum nicht respektvoll diskutieren.
Warum erwarten wir etwas von 30000 und mehr im Stadion, wenn es auf der kleinsten Ebene nicht klappt?

Es sind nicht die grossen Worte, die in der Gemeinschaft Grundsätzliches bewegen: es sind die vielen kleinen Taten der einzelnen.
(Mildred Scheel)

pimpinella
13.11.2009, 14:03
Also beim Skispringen hab' ich das bisher noch nie erlebt. Bis jetzt war's immer so, dass da eigentlich jeder angefeuert wurde.

Aber du hast schon Recht irgendwie.
Im Fußball ist es leider aber auch so, dass das nix für Weicheier ist. Da musst du hart sein. Und stark. Und so weiter.

Sieht man ja auch daran, dass es "keine homosexuellen Spieler gibt"

Wishmaster
13.11.2009, 14:05
Wieso wird das Thema eigentlich nur im Fußballbereich diskutiert? *ernsthaft frag* Geht an eine Schanze und nichts ist anders. (Auch wenn da weniger Leuts sind.)
Wir schaffen es nicht im normalen Leben jeden zu akzeptieren, wie er nun mal ist. Wir können im Forum nicht respektvoll diskutieren.
Warum erwarten wir etwas von 30000 und mehr im Stadion, wenn es auf der kleinsten Ebene nicht klappt?

Es sind nicht die grossen Worte, die in der Gemeinschaft Grundsätzliches bewegen: es sind die vielen kleinen Taten der einzelnen.
(Mildred Scheel)

Abgesehen von der bekanntlich aktuellen Komponente dieses Themas...
bin ich ebenfalls der Meinung, dass dies ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, welches aber im Bereich Fußball besonders zum Tragen kommt, weil dort seit Jahrzehnten Verhaltensweisen vorherrschen (unter den Fan-Gruppen), die, obwohl falsch, in "Fleisch und Blut" übergegangen sind.
Dies gilt natürlich wie immer nicht für alle Beteiligten.

Und beim Skispringen ist mir das bisher noch nicht so aufgefallen, was aber nicht bedeutet dass ich mir das nicht auch dort vorstellen könnte.
Skispringern wird meiner Meinung nach mehr persönliche Schwäche und "neben-die-Stränge-schlagen" zugestanden, da die reine Mut-Leistung des Springens von den Fans sehr hoch bewertet wird. Es herrscht größerer Respekt und eventuell auch größere Distanz zum Geleisteten.

Finn-Lady
13.11.2009, 14:16
Es ist mir schon im Skispringen aufgefallen... speziell in Willingen, um in Deutschland zu bleiben. Und was den Fußball betrifft, multipliziert sich das dann natürlich.
Vielleicht liegt es auch an der höchteigenen Einstellung zu einem Sportler, einem Verein, mit dem ich mich identifiziere und mich dann auch mehr in eine Sache involviere und dann auch emotionaler reagiere. Ist wahrscheinlich auch eine allzu menschliche Sache. Gefährlich wird es dann natürlich, wenn ich gewisse Dinge zu meinem "Lebensinhalt" mache und den Bezug zur Realität verliere. Letztendlich ist eine Sportveranstaltung, ein Fußballspiel nicht mehr als eine Sache, die 90 Minuten oder wie auch immer dauert! Natürlich verliert man mal, natürlich hat auch der Schiri mal einen schwachen (menschlichen) Moment, natürlich ist für viele Fans anderer Vereine auch der FCB ein Reizthema @ Jamva - aber für mich persönlich ist das alles nur eine schöne Nebenbeschäftigung, die mein Leben nicht bestimmt. Wenn das soweit ist, dann ist es in meinen Augen bedenklich.

mipra
13.11.2009, 16:08
Also beim Skispringen hab' ich das bisher noch nie erlebt. Bis jetzt war's immer so, dass da eigentlich jeder angefeuert wurde.



Mir fällt da spontan Harrachov und Zakopane, zu Hannawalds Zeiten ein!

senryu
13.11.2009, 16:14
Es ist mir schon im Skispringen aufgefallen... speziell in Willingen, um in Deutschland zu bleiben.

Willingen ist sicherlich nicht repräsentativ für das Skispringen ansich, aber das mögen wir vielleicht an anderer Stelle klären.

Ich denke, dass es beim Skispringen insgesamt wesentlich fairer zugeht. Mir fällt spontan nur ein Erlebnis ein, wo ich mich richtig geärgert habe. Das war dies Jahr in GAP, wo irgendein JAP (Tochimoto?) gegen einen Deutschen nicht rechtzeitig wegen Bindungsproblemen am Ablauf war und es erstmal hiess, der Deutsche ist weiter (was am Ende nicht, der Fall war, weil der Japaner sprang halt später). Das Gejohle und auch so manche Kommentare in der Ecke, in der wir standen, erinnerten mich doch stark an das Niveau eines Kegelvereins auf 2 Promille... :S

Nadl
13.11.2009, 16:17
Willingen ist sicherlich nicht repräsentativ für das Skispringen ansich, aber das mögen wir vielleicht an anderer Stelle klären.

Ich denke, dass es beim Skispringen insgesamt wesentlich fairer zugeht. Mir fällt spontan nur ein Erlebnis ein, wo ich mich richtig geärgert habe. Das war dies Jahr in GAP, wo irgendein JAP (Tochimoto?) gegen einen Deutschen nicht rechtzeitig wegen Bindungsproblemen am Ablauf war und es erstmal hiess, der Deutsche ist weiter (was am Ende nicht, der Fall war, weil der Japaner sprang halt später). Das Gejohle und auch so manche Kommentare in der Ecke, in der wir standen, erinnerten mich doch stark an das Niveau eines Kegelvereins auf 2 Promille... :S

daran erinnere ich mich auhc...

dsv-wings
13.11.2009, 16:28
Also beim Skispringen hab' ich das bisher noch nie erlebt. Bis jetzt war's immer so, dass da eigentlich jeder angefeuert wurde.

Aber du hast schon Recht irgendwie.
Im Fußball ist es leider aber auch so, dass das nix für Weicheier ist. Da musst du hart sein. Und stark. Und so weiter.

Sieht man ja auch daran, dass es "keine homosexuellen Spieler gibt"


deswegen sollte nicht die fußballfans als gruppe an sich, sondern unsere gesellschaft mal drüber nachdenken was wir unseren kindern etc. vermitteln. ist ein mensch/mann (im fußball als "männersport") nur dann etwas wert, wenn er stark ist? wenn er nie schwäche zeigt (was vermutlich aber bei niemandem von uns der fall ist)? oder sollte man nicht viel eher darüber nachdenken, dass jeder mensch, egal ob uns persönlich sein äußeres, seine religion, oder auch seine krankheiten nachvollziehbar erscheinen oder nicht, einen wert hat, alleine aus der tatsache heraus, dass er ein mensch ist?

und noch etwas kommt speziell im sport dazu, was die akzeptanz so schwierig macht. wenn du da irgendwelche schwächen zeigst kommt der neid der leute und es heißt: "der soll sich mal nicht so anstellen, der verdient doch ...mio. im jahr. ich kann mir das auf meiner arbeit ja auch nicht erlauben...".

saw4
13.11.2009, 16:41
und noch etwas kommt speziell im sport dazu, was die akzeptanz so schwierig macht. wenn du da irgendwelche schwächen zeigst kommt der neid der leute und es heißt: "der soll sich mal nicht so anstellen, der verdient doch ...mio. im jahr. ich kann mir das auf meiner arbeit ja auch nicht erlauben...".

Tja und geld ist eben nicht alles,wie wir alle jetzt sehen konnten..

Jamva
13.11.2009, 16:41
ich denke im fußball sind die emotionen einfach stärker, als in vielen anderen sportarten, weil man seine liebe zum verein nicht von einzelnen spielern abhängig macht, sondern sich mit dem verein als 'ganzes' identifiziert. spieler und trainer kommen und gehen, aber der verein bleibt.
und mal ganz ehrlich: diese emotionen machen es doch erst so richtig spannend, oder nicht? ich bin bei keinem sport mit solcher leidenschaft dabei, wie beim fußball.

es ist nicht nur im fußball so, dass man stark sein muss. das ganze leben fordert stärke. jeden tag. ob ich mich jetzt auf dem rasen gegen meine gegenspieler durchsetze oder im büro beim personalabbau tag für tag gegen kollegen kämpfe, damit ich nicht diejenige bin, die als nächstes gehen muss, sondern einer von ihnen. das ist nicht schön und fordert viel kraft, aber was bleibt einem anderes übrig als den kampf anzunehmen?
es gibt nichts geschenkt. in keinem bereich des lebens, leider!
das thema leistungsprinzip wäre vielleicht mal was für den bereich ernsthafte diskussionen, könnte durchaus interessant werden.

Mario
13.11.2009, 17:02
Das kann man man doch auf hunderte Spieler ausweiten..

Man kann ja schlecht jeden der buht aus dem Stadion werfen ;)

Wishmaster
13.11.2009, 17:07
Also der Druck im bezahlten Fußball ist schon enorm hoch, und ich würde behaupten, im Gegensatz zu anderen Sportarten auch nicht vergleichbar.
Und lassen wir jetzt mal Sportarten außen vor, in denen man potenziell sein Leben riskiert (Autorennen, Skispringen, sonstige Risikosportarten), oder der Sport sich alleine durch das, was man tut und was eben NICHT jeder tut, definiert (wie oben von mir auch schon erwähnt, ebenfalls Skispringen z.B.)

Beim Fußball ist es aber so, dass es ein Massenerlebnis ist, ein Volkssport, es gibt Millionen von Bundestrainern, Millionen von Leuten die es immer wieder besser können und wissen als die Spieler auf dem Platz.
Als Spieler wird man jederzeit und überall mit der Meinung der Öffentlichkeit zur eigenen aktuellen Leistung konfrontiert, ob man will oder nicht. Die Natur eines Mannschaftssports (mit mehrmaligen Trainings unter der Woche auf öffentlich begehbaren Sport-Anlagen etc.) führt automatisch dazu, dass jemand der diesen Sport höchstbezahlt ausübt, eigentlich in keiner Minute seines Lebens (außer in den eigenen 4 Wänden) NICHT unter Beobachtung durch Kritiker und Fans steht.
Jeder Sportler muss seine Leistung in jedem Sport permanent hinterfragen, aber speziell im Profi-Fußball nimmt dies völlig andere Dimensionen an als woanders, weil ständige Reflektion durch Medien und Öffentlichkeit besteht. Wenn einer scheiße gespielt hat, wird er dafür am nächsten Tag in 5 Zeitungen gelyncht und von den eigenen Fans manchmal auch noch. Und das soll kein Druck sein?

Das mag dem Einen im Vergleich zu anderen Lebensbereichen übertrieben vorkommen, aber es ist Fakt.
Nur was will man tun? Fußball ist trotz all den Millionen und Gehältern ein volksnaher Sport geblieben, es gibt keine Isolation zu/von den Massen, grade weil die Beteiligten dies auch nicht wünschen, sondern sich dann doch lieber dem erhöhten Stress aussetzen.

Und es gibt auch Spieler, die beinahe schon ein schlechtes Gewissen aufgrund ihrer Einnahmen haben, wenn sie jede Woche die Hunderttausende Menschen in den Arenen sehen, die ihr letztes Geld dafür opfern den Sport live zu sehen und eben NICHT steril und aus der Dose am heimischen Fernsehen.

Zum Thema Gehälter hatte ich früher eine andere Meinung als jetzt, und mittlerweile gehe ich da eher mit Oliver Kahn, der vor kurzem sagte: "Sie werden das albern finden, aber ich finde, jeder Cent ist gerechtfertigt, wenn man den psychischen Druck bedenkt, unter dem ich stehe/stand."

Jamva
13.11.2009, 17:21
Zum Thema Gehälter hatte ich früher eine andere Meinung als jetzt, und mittlerweile gehe ich da eher mit Oliver Kahn, der vor kurzem sagte: "Sie werden das albern finden, aber ich finde, jeder Cent ist gerechtfertigt, wenn man den psychischen Druck bedenkt, unter dem ich stehe/stand."

ich gönne jedem seine millionen, sofern sie selbst erarbeitet wurden und das ist bei fußballern ja definitiv der fall.

allerdings sollte man auch eines bedenken: die jungs wissen, worauf sie sich einlassen... wer beispielsweise zum fcb wechselt, weiß, dass jeder seiner schritte von den medien verfolgt wird und er unter permanenter beobachtung steht.
da muss jeder für sich abwägen, ob es ihm das wert ist.

Wishmaster
13.11.2009, 17:23
ich gönne jedem seine millionen, sofern sie selbst erarbeitet wurden und das ist bei fußballern ja definitiv der fall.

allerdings sollte man auch eines bedenken: die jungs wissen, worauf sie sich einlassen... wer beispielsweise zum fcb wechselt, weiß, dass jeder seiner schritte von den medien verfolgt wird und er unter permanenter beobachtung steht.
da muss jeder für sich abwägen, ob es ihm das wert ist.

Dieses Argument ist gut, ich bin mir aber eigentlich ziemlich sicher, dass manche Spieler eben nicht genau wissen, auf was sie sich da wirklich einlassen, oder es zunächst unterschätzen.
Oder sie denken, sie wären dem ganzen Geschäft locker gewachsen, jung, unbekümmert, kein Problem.
Später stellt sich dann bisweilen heraus, dass es so nicht geplant war.

senryu
13.11.2009, 17:29
ich glaube nicht, dass man einschätzen kann, wie stark medialer Einfluss sich auf sein Leben auswirkt. Man hat Vorstellungen, ja, aber einschätzen? Nein. Manche halten dem Druck halt stand, andere nicht. Letzteren würde ich auch keinerlei Vorwurf deswegen machen. Die Menschen sind eben verschieden.

Jamva
13.11.2009, 17:34
Dieses Argument ist gut, ich bin mir aber eigentlich ziemlich sicher, dass manche Spieler eben nicht genau wissen, auf was sie sich da wirklich einlassen, oder es zunächst unterschätzen.
Oder sie denken, sie wären dem ganzen Geschäft locker gewachsen, jung, unbekümmert, kein Problem.
Später stellt sich dann bisweilen heraus, dass es so nicht geplant war.

siehst du, genau aus dem grund bin ich dagegen junge spieler zu schnell zu verheizen oder eben zu früh zur nationalmannschaft zu holen... man muss die jungs langsam aufbauen und versuchen sie so gut wie möglich auf das vorzubereiten, was kommt. aber da man im leben nie weiß, was als nächstes passiert, ist das eben nicht so einfach.


aber mal ernsthaft: wir können jetzt auch nicht anfangen die fußballer zu extrem zu bedauern oder so zu tun, als hätten sie es von allen menschen auf der welt am schwersten. ich denke, im vergleich zu vielen anderen menschen, haben sie schon ein ziemlich angenehmes leben und wissen dies auch durchaus zu schätzen.
JA, dass profisportlerdasein hat viele schattenseiten, aber eben auch viele positive aspekte und das sollte man nicht vergessen.

ich glaube, wenn man eine umfrage unter sämtlichen spielern der 1.-3. liga machen würde, ob sie lieber einen normalen bürojob o.ä. ausüben würden, würde das ergebnis ziemlich eindeutig ausfallen ;)

Finn-Lady
13.11.2009, 18:23
und mal ganz ehrlich: diese emotionen machen es doch erst so richtig spannend, oder nicht? ich bin bei keinem sport mit solcher leidenschaft dabei, wie beim fußball.


Das hatte ich ja weiter oben schon mal beschrieben, natürlich sind solche Emotionen normal, auch mal ein bissel Wut über den ein oder anderen Spieler, den Torwart, den Trainer, den Schiri... was weiß ich wen. Sofern Du aber dann ein Bier drüber trinkst und wieder in Deinem reellen Leben ankommst, ist des komplett ok. Aber für einige verschwimmt die Grenze zwischen realem Leben und seiner Wirklichkeit so, daß es problematisch wird.
Einen Aspekt haben wir bei der Thematik noch nicht angesprochen - *glaub*. Die "Rudelbildung" in den Fanblöcken. Selbst, wenn man nicht so reden würde, in der Gemeinschaft ruft es sich halt besser irgendwelche Parolen. Und wahrscheinlich ruft man selber auch noch mit, weil man halt in der Masse nicht "unangenehm" auffallen will.

Sprungbärchen
13.11.2009, 23:01
Es gibt eine Kultur im Stadion. Zu dieser gehört das Auspfeiffen, oder auch Gesänge wie "A...W...H..." beim Abstoss durch den Torwart. Damit will ich nicht sagen, dass ich diese Sachen gut finde, aber jeder weiss eigentlich, was auf ihn zu kommt. Es beschränkt sich ja nicht nur auf die Bundesliga. Jeder Fan muss einfach seinen Grips in Gang setzen, und überlegen, was er für sich verantworten kann.

Aufgrund der Tatsache, dass solche Dinge inzwischen ins Stadion gehören, wie Bratwurst und Bier, sollte man eben unter den Spielern und Trainern hin schauen, wer eventuell psychologisch angeschlagen ist. Spieler, die ein Eigentor erzielt habn, oder Keeper die schlecht gehalten haben, um die sollte man sich dann einfach auch intern kümmern, was sicherlich auch teilweise passiert. Aber es darf eben nicht oberflächlich passieren, sondern muss in die Tiefe gehen. Mit einem Schulterklopfer und ein paar Worten ist es eben oft nicht getan.

kirsten
14.11.2009, 09:56
Solche Gesänge gibts eben nicht nur in der Bundesliga oder generell im Profisport, das fängt doch schon bei den Kleinen an. Egal ob bei ferienfahrten Spiele gegen ein anderes Lager stattfinden, obs Dorfvereine sind, die spielen, überall ist schon diese agressive Stimmung, es wird der gegner mehr fertig gemacht als die eigene Mannschaft angefeuert. Und grade da find ich, hat das null zu Suchen, da gehts um Spaß, nicht darum, andere Kids nieder zu machen. Und ich denke, es gibt genug Kids, die davon getroffen sind, a..., w...,h... genannt zu werden.

klingedooler
14.11.2009, 11:03
Ich finde den Thread ok, werde dazu noch eine genauere Meinung bei Gelegenheit verfassen.
Was ich nicht ok finde, ist dass der andere aufgrund von sinnlosen Diskussionen geschlossen wurde, die überhaupt nicht zum Thema passen, und wo sich jeder selber mit seinen persönlichen ach so schlimmen Erfahrungen profilieren will.

Es geht/ging dort um Robert Enke und nicht um IRGENDWAS anderes.

:donk:

Oh wie wahr! Jamva, persönliche Sachen rauslassen!! Du bist Mod! Du kannst ein einem Ö F F E N T L I C H E N F O R U M nicht anderen Leuten das Schreiben verbieten. Das nimmt einem Forum den Sinn. Wenn ich auch in diesem speziellen Fall sagen muß, irgendwann ist es mal gut mit Selbstkasteiung.

saw4
14.11.2009, 11:30
es wird der gegner mehr fertig gemacht als die eigene Mannschaft angefeuert.

Genau das ist meiner meinung nach das problem..Ja,den gegner fertig machen gehört dazu,ist eben so.Aber es sollte nicht so sein,dass man bei den Gesängen usw. mehr dazu übergeht den gegner fertig zu machen als die eigene mannschaft anzufeuern..

Wishmaster
14.11.2009, 11:56
Genau das ist meiner meinung nach das problem..Ja,den gegner fertig machen gehört dazu,ist eben so.Aber es sollte nicht so sein,dass man bei den Gesängen usw. mehr dazu übergeht den gegner fertig zu machen als die eigene mannschaft anzufeuern..

Auch bei uns ist das oft so, dass ich bemerke dass die Leute neben mir bei Anti-Gesängen auf einmal aus voller Kehle dabei sind, während sie bei Anfeuerungen des eigenen Vereins bisweilen die Zähne nicht auseinander bekommen.
Ich habe dafür noch keine richtige Erklärung, das wird auch schon Monate (wenn nicht Jahre ^^) bei uns im Forum diskutiert.

Man sollte meinen, dass manche Leute nur darauf warten, ihre angestauten Aggressionen und den Hass der eigenen Woche auf den Gegner zu entladen. Nichts gegen Emotionen, ohne gehts nicht im Fußball, aber die kann man auch sinnvoller verpacken.

Kleine Einschränkung: Es gibt durchaus Anti-Gesänge, die kreativ sind und daher zum "Standard" des Block-Repertoires gehören, wie bei jedem Verein. Sie richten sich jedoch nicht gegen einzelne Spieler, sondern gegen den Gegner als Ganzes, was ich vertretbar finde.

Finn-Lady
14.11.2009, 12:00
Kleine Einschränkung: Es gibt durchaus Anti-Gesänge, die kreativ sind und daher zum "Standard" des Block-Repertoires gehören, wie bei jedem Verein.

Kleines Beispiel zur Hand? ;)


Oh wie wahr! Jamva, persönliche Sachen rauslassen!! Du bist Mod! Du kannst ein einem Ö F F E N T L I C H E N F O R U M nicht anderen Leuten das Schreiben verbieten.

Danke, daß es andere auch so sehen. Ich habs per PN angesprochen. Gut, daß ich doch nicht so alleine da stehe, wie behauptet wird.

Finn-Lady
15.11.2009, 18:05
Ich denke, dies paßt zu den Diskussionen der letzten Tage in diesem Thread:

Quelle:
http://www.kicker.de/news/fussball/nationalelf/startseite/517106/artikel_Nach-diesen-schlimmen-Tagen-an-die-Wuerde-des-Menschen-denken.html

'Fußball ist nicht alles'. Fußball, meine Damen und Herren, liebe Trauergemeinde, darf nicht alles sein. Das Leben, das uns geschenkt ist, ist vielfältig. Es ist interessant. Es ist lebenswürdig. Wir können auch auf das, was wir tun, ein Stück stolz sein. Wir können etwas leisten. Aber wir erfüllen uns immer nur in der Vielfalt und in der Gemeinschaft. Fußball darf nicht alles sein, liebe Eltern, wenn Ihr daran denkt, ob Eure Kinder einmal Nationalspieler werden könnten. Denkt nicht nur an den Schein, an das was sich dort zeigt, über die Medien verbreitet. Denkt auch an das, was im Menschen ist, an Zweifel und an Schwächen. Fußball ist nicht alles.

Damals, die Sonne begann genauso wie hier den Nebel und den Regen zu verdrängen, sprach Bischof Wolfgang Huber: "Fußball ist ein starkes Stück Leben". Ja, Fußball kann ein starkes Stück Leben sein, wenn wir nicht nur wie Besessene hinter Höchstleistungen herjagen. Wir dürfen uns anstrengen. Ja. Aber nicht um jeden Preis'...

Ein wenig mehr, nach diesen schlimmen Tagen an die Würde des Menschen zu denken. In seiner Vielfalt, nicht nur in seiner Stärke sondern auch in seiner Schwäche, empfinde ich als Auftrag dieses an sich sinnlosen Sterbens.

Wir alle sind dazu aufgerufen, liebe Trauergemeinde, unser Leben wieder zu gestalten, aber in ihm einen Sinn, nicht nur in überbordenden Ehrgeiz zu finden. Maß, Balance, Werte wie Fairplay und Respekt sind gefragt. In allen Bereichen des Systems Fußball. Bei den Funktionären, bei dem DFB, bei den Verbänden, den Klubs, bei mir, aber auch bei Euch, liebe Fans. Ihr könnt unglaublich viel dazu tun, wenn ihr bereit seid, aufzustehen gegen Böses. Wenn ihr bereit seid, Euch zu zeigen, wenn Unrecht geschieht. Wenn ihr bereit seid, das Kartell der Tabuisierer und Verschweiger einer Gesellschaft (...) zu brechen.
Ihr könnt mithelfen, mit Eurem ganz persönlichen Engagement. Ich denke, so wie ich Euch hier in Hannover kennengelernt habe und viele Fans in den Bundesligastadien, aber auch auf den Plätzen des Amateurfußballs kenne. Ein Stück mehr Menschlichkeit, ein Stück mehr Zivilcourage, ein Stück mehr Bekenntnis zur Würde des Menschen, des Nächsten, des Anderen. Das wird Robert Enke gerecht.

Jamva
15.11.2009, 18:08
Oh wie wahr! Jamva, persönliche Sachen rauslassen!! Du bist Mod! Du kannst ein einem Ö F F E N T L I C H E N F O R U M nicht anderen Leuten das Schreiben verbieten. Das nimmt einem Forum den Sinn. Wenn ich auch in diesem speziellen Fall sagen muß, irgendwann ist es mal gut mit Selbstkasteiung.

wenn du ein anliegen hast, kann du dich gerne per pn an mich wenden. auf öffentliche anfeindungen müssen wirklich nicht sein. nur soviel: ich habe das thema vorläufig geschlossen, weil ich von mehreren usern per pn darum gebeten wurde und nicht wollte, dass die diskussion unschöne formen annimmt. und nun zurück zum eigentlichen thema dieses threads.

klingedooler
15.11.2009, 19:03
Aber ich erkenn da trotzdem eine Tendenz, die mir nicht gefällt.

Wishmaster
15.11.2009, 19:26
Aber ich erkenn da trotzdem eine Tendenz, die mir nicht gefällt.

Joa, n bisschen schon.
Zumal das Thema Enke ja in keinster Weise durch war, siehe heute.
Und das war ja auch nicht schlimm, denn man kann halt nicht alles immer in 2 Tagen abhandeln.

Sunnygate
15.11.2009, 19:53
ich hatte lange überlegt, was rein zu schreiben und als ich dann soweit war, war der Thread geschlossen, nun ja
aber es war anhand der gesellschaftlichen Diskussion eigentlich abzusehen, dass dieses Thema uns noch lange beschäftigen wird

Jamva
15.11.2009, 21:47
Genau das ist meiner meinung nach das problem..Ja,den gegner fertig machen gehört dazu,ist eben so.Aber es sollte nicht so sein,dass man bei den Gesängen usw. mehr dazu übergeht den gegner fertig zu machen als die eigene mannschaft anzufeuern..

exakt, der support der eigenen mannshaft sollte immer im vordergrund stehen. absolut daneben finde ich auch das auspfeifen der eigenen mannschaft, wenn die fans vorher nicht mal supporten... in münchen leider immer wieder zu beobachten.

Wishmaster
23.11.2009, 11:45
Ich denke, das passt ganz gut hier rein ;)

"Köln-Fans unerträglich."
http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/bundesliga/vereine/hoffenheim/2009/11/23/dietmar-hopp/koeln-fans-unertraeglich.html

Da wird genau der Punkt erwähnt, über den hier letztens diskutiert wurde. Lieber den Gegner (oder einzelne Personen davon) beleidigen als die eigene Mannschaft zu unterstützen.

klingedooler
23.11.2009, 13:05
Deppen gibt es überall. Ich halte das nicht für ein Kölner Stand-Alone-Problem. Und: In diesem Spiel gabs nix zu unterstützen. ;)

mipra
23.11.2009, 15:18
Dietmar Hopp von 1899 Hoffenheim hat nach den neuerlichen verbalen Attacken gegen seine Person den DFB zum Handeln aufgefordert. Der SAP-Mitbegründer war während des Spiels der Hoffenheimer beim 1. FC Köln (0:4) von einigen Fans der Gastgeber übel beschimpft worden.

"So viel Intoleranz und Dummheit sind unerträglich. Köln, aber auch der DFB, müssen langsam mal nachdenken, wie sie diese Typen in den Griff bekommen können", sagte Hopp der "Bild".

Der Kontrollausschuss des DFB konnte noch keine Angaben über mögliche Konsequenzen machen.

http://www.sport1.de/de/fussball/fussball_bundesliga/newspage_177476.html

dsv-wings
23.11.2009, 16:05
Deppen gibt es überall. Ich halte das nicht für ein Kölner Stand-Alone-Problem. Und: In diesem Spiel gabs nix zu unterstützen. ;)

man könnte ja auch zur abwechslung einfach mal still sein, wenn man keine konstruktiven beiträge im stadion beizutragen hat... bevor ich nichts besseres zutun hab, als den gegner fertig zu machen.

Dominik
23.11.2009, 18:17
naja, überall gibts idioten...ob köln, gladbach oder sonst wo;
beim spiel in frankfurt haben auch ein paar unserer "ultras", also kleine kinder mit schwarzen pullis und kaputzen die schweigeminute für robert enke gestört...

klingedooler
23.11.2009, 18:24
man könnte ja auch zur abwechslung einfach mal still sein, wenn man keine konstruktiven beiträge im stadion beizutragen hat... bevor ich nichts besseres zutun hab, als den gegner fertig zu machen.
Stuttgarter Fans machen das. Alle. Oder? ;)

dsv-wings
24.11.2009, 12:04
Stuttgarter Fans machen das. Alle. Oder? ;)

wieso ist hier immer jeder gleich persönlich beleidigt?! hab ich doch überhaupt nicht gesagt. es war nur meine meinung, die ich auf alle vereine bzw. alle fans übertragen würde und ich hatte nicht vor, dich als köln-fan oder die gesamten köln-fans zu verteufeln. ich habe nur deine aussage, "es gab nichts zum anfeuern" zum anlass genommen, meine meinung zu äußern.

senryu
24.11.2009, 14:00
vll. sollten wir erstmal fairen, ironiefreien Umgang mit anderen Forumsmitgliedern lernen bevor wir uns wieder dem eigentlichen Thema widmen? *nureingedanke*

klingedooler
25.11.2009, 19:13
Mein Gott. Das war IRONISCH gemeint...

Wishmaster
25.11.2009, 19:24
Scheint nicht jeder zu verstehen, aber ich kenne das.... ;)

Übrigens sollte das kein Köln-spezifischer Hinweis sein (also dieser Link), sondern so nen allgemeiner Hinweis.
Hier machen sie es genauso und überall anders mit Sicherheit auch ^^

harzteufel
30.11.2009, 22:05
Fairer und respektvoller Umgang mit den gegnerischen Spielern:

Was nach dem Tod von Robert Enke noch aus aller Munde sprudelte ist bereits nach dem letzten Spieltag wieder tiefste Vergangenheit! Schwalben, Fouls, Unsportlichkeit, Krawalle und Hetze haben den Fussball wieder im Griff! :neinnein: :häh:

Franzi
30.11.2009, 22:52
Absolut übel finde ich, wie Teresa Enke jetzt teilweise fertig gemacht wird, sie sei so mediengeil etc., nur weil sie den Fans gedankt hat im Stadionheft.

Wishmaster
30.11.2009, 22:55
Naja, Schwalben und Fouls haben wenig mit Robert Enke und seiner Geschichte zu tun.
Ich stimme jedoch zu, dass eine allgemein "sanftere" Gangart angebracht gewesen wäre, was aber nicht der Fall war.
Es geht halt UM ZU VIEL.
Das ist Leistungssport.

Jamva
30.11.2009, 22:57
ich wollte es gerade sagen...fußball ist leistungssport, und wie das wort schon so schön aufzeigt, geht es um leistung bzw. erfolge und da wird man selten mit samthandschuhen angefasst. fouls etc gehören doch dazu....war schon immer so und wird auch immer so sein.

Wishmaster
30.11.2009, 23:00
Es geht halt echt um zuviel....es geht um Millionen (was mir persönlich weniger wichtiger wäre....aber ist halt so).
Es geht um die Zukunft ganzer Regionen und Städte, da verstehen die da keinen Spaß mehr, bzw. haben Sinn für Sentimentalitäten.

Die Bayern-Spieler haben auch extrem gejubelt gestern in Hannover, aber weil es für sie in dem Moment total WICHTIG war.
Das war sicher keine Absicht.

Jamva
30.11.2009, 23:03
so wie man sich halt nach einem tor bzw. einem enorm wichtigen sieg für die mannschaft und besonders den trainer freut. ich finde das völlig normal, in momenten um denen es um soviel geht, blendet man alles andere aus und konzentriert sich nur auf das spiel....da könnte man den sog. tunnenblick von olli kahn zitieren.

saw4
30.11.2009, 23:47
so wie man sich halt nach einem tor bzw. einem enorm wichtigen sieg für die mannschaft und besonders den trainer freut. ich finde das völlig normal, in momenten um denen es um soviel geht, blendet man alles andere aus und konzentriert sich nur auf das spiel....da könnte man den sog. tunnenblick von olli kahn zitieren.

Anders gehts ja auch im sport in diesen dimensionen auch gar nicht

klingedooler
07.12.2009, 07:59
So, Wasser auf meine Mühlen. ;) Ausgerechnet die Schwaben Fans drehen durch. Nicht, dass mich das freut. Aber das stützt meine "Überall-Deppen" These enorm, denk ich. ;)

harzteufel
07.12.2009, 11:06
Fairer und respektvoller Umgang mit den gegnerischen Spielern:

Was nach dem Tod von Robert Enke noch aus aller Munde sprudelte ist bereits nach dem letzten Spieltag wieder tiefste Vergangenheit! Schwalben, Fouls, Unsportlichkeit, Krawalle und Hetze haben den Fussball wieder im Griff! :neinnein: :häh:

Mit meiner Aussage meinte ich auch nicht den Jubel nach einem Tor oder ein übliches Foul, sondern solche Aktionen, wie in Stuttgart oder die Hetze gegen Hopp...

Raphaela
07.12.2009, 11:46
Hetze gegen Hopp halte ich fuer etwas uebertrieben.
Sicher geht da einiges zu weit(wie letzte saison das "hasta la vista"), aber ueber die meisten Aeusserungen koennte man auch einfach mal drueber stehen. Es gehoert zum Fussball (leider) dazu das man von den gegnerischen Fans auch mal beleidigt wird. Das geht ja nicht nur Hopp so, aber die Hoffenheimer sind die ersten die sich (haeufig auch ueberzogen) ueber sowas beschweren.

Allerdings ist mir am Samstag Abend auch wieder aufgefallen, dass wieder "Alltag" eingekehrt ist. Da ware Spieler und Fans teilweise wieder sehr weit weg von Fairness und Respekt.
Und selbst wenn es dabei um "Punkte und Praemien" geht, so muss man sich nicht verhalten.

Jens
07.12.2009, 21:15
So, Wasser auf meine Mühlen. ;) Ausgerechnet die Schwaben Fans drehen durch. Nicht, dass mich das freut. Aber das stützt meine "Überall-Deppen" These enorm, denk ich. ;)
Wieso sollte es die in Stuttgart nicht geben? :häh: Vollpfosten gibt's überall.

Es gehoert zum Fussball (leider) dazu das man von den gegnerischen Fans auch mal beleidigt wird
Ich stimme dir zu, aber so Sachen wie "Hopp, du Hure" sind unter der Gürtellinie. Im normalen Alltag würden sie eine Strafanzeige wegen Beleidigung nach sich ziehen. Ich weigere mich auch, den "ist halt im Fußball nunmal so"-Spruch zu akzeptieren, denn das ist meiner Meinung nach eine Ausrede.

Wishmaster
07.12.2009, 21:19
Hetze gegen Hopp halte ich fuer etwas uebertrieben.
Sicher geht da einiges zu weit(wie letzte saison das "hasta la vista"), aber ueber die meisten Aeusserungen koennte man auch einfach mal drueber stehen. Es gehoert zum Fussball (leider) dazu das man von den gegnerischen Fans auch mal beleidigt wird. Das geht ja nicht nur Hopp so, aber die Hoffenheimer sind die ersten die sich (haeufig auch ueberzogen) ueber sowas beschweren.


Stehst Du auch drüber, wenn man Dich (und Deine Familie) persönlich beleidigt, obwohl man Dich selber eigentlich nicht mal kennt?

Ich meine, kann ja sein.
Jeder Mensch ist da anders.

Und nein, Geld schützt nicht davor, persönliche Beleidigungen ertragen zu müssen/können.

Franzi
07.12.2009, 23:03
Stehst Du auch drüber, wenn man Dich (und Deine Familie) persönlich beleidigt, obwohl man Dich selber eigentlich nicht mal kennt?

Ich meine, kann ja sein.
Jeder Mensch ist da anders.

Und nein, Geld schützt nicht davor, persönliche Beleidigungen ertragen zu müssen/können.

natürlich kann man da drüber stehen, man braucht sich doch nur mal anschaun, welche idioten da teilweise kommentare abgeben, wieso sollte man auf die meinung von solchen leuten wert legen? und dieses "ey du hast meine mutter beleidigt, jetzt hast du mich in meiner ehre verletzt" finde ich persönlich eher lächerlich als verständlich (übrigens halte ich dies - ohne irgendwem zu nahe treten zu wollen - für ein großteils männliches gockelverhalten)

Finn-Lady
07.12.2009, 23:50
natürlich kann man da drüber stehen, man braucht sich doch nur mal anschaun, welche idioten da teilweise kommentare abgeben, wieso sollte man auf die meinung von solchen leuten wert legen? und dieses "ey du hast meine mutter beleidigt, jetzt hast du mich in meiner ehre verletzt" finde ich persönlich eher lächerlich als verständlich (übrigens halte ich dies - ohne irgendwem zu nahe treten zu wollen - für ein großteils männliches gockelverhalten)

Vielleicht sollte man drüber stehen - kann man aber auch nicht in jeder Situation (sei es jetzt speziell in den angesprochenen Situationen - Hopp - aber auch im Leben generell). Ich für mich kann sagen, wenn jemand meine Mutter beleidigt, triffts mich mehr, als wenn man mich beleidigt...

Dominik
08.12.2009, 01:41
Vielleicht sollte man drüber stehen - kann man aber auch nicht in jeder Situation (sei es jetzt speziell in den angesprochenen Situationen - Hopp - aber auch im Leben generell). Ich für mich kann sagen, wenn jemand meine Mutter beleidigt, triffts mich mehr, als wenn man mich beleidigt...

ich denke, an hopps stelle würde ich darüber lachen und nicht weiter kommentieren...das ist doch das, was die idioten wollen; so gibt er denen noch eine bühne und diese werden dann beim nächsten mal die gesänge wieder anstimmen...also ich denke, sinnvoller wärs gewesen, das zu ignorieren..

Finn-Lady
08.12.2009, 09:16
ich denke, an hopps stelle würde ich darüber lachen und nicht weiter kommentieren...das ist doch das, was die idioten wollen; so gibt er denen noch eine bühne und diese werden dann beim nächsten mal die gesänge wieder anstimmen...also ich denke, sinnvoller wärs gewesen, das zu ignorieren..

Ich stimme Dir in der Theorie zu, aber die Praxis sieht doch, wenn man ehrlich ist, anders aus.
Das mag alles für eine Weile gehen alles zu ignorieren (und es wäre sicherlich sinnvoller, da geb ich Dir recht), aber irgendwann ist das Faß voll und Du kannst damit nicht mehr umgehen, weil es Dich einfach so mitnimmt, daß Du ein Ventil brauchst.
In sich hineinzufressen war noch nie eine Lösung.
Aber vielleicht bin ich auch "ein Sensibelchen" ;) - mich würde es arg belasten und um meiner Selbst willen, aber auch meiner Familie willen, müßte ich Luft schaffen.

Jamva
08.12.2009, 10:39
Stehst Du auch drüber, wenn man Dich (und Deine Familie) persönlich beleidigt, obwohl man Dich selber eigentlich nicht mal kennt?


genau das ist der punkt.... es ist mir so wurscht, was leute über mich oder meine familie sagen, die mich nicht kennen. sowas nehme ich gar nicht ernst. sollen sie halt reden, geht mir links rein und rechts wieder raus...ist doch schön, wenn ich interessant genug bin um ihr langweiliges leben etwas zu erheitern ;)

da muss man einfach drüber stehen und es ignorieren. man darf sich nicht alles so zu herzen nehmen, dadurch schafft man sich nur unnötig probeme.

Raphaela
08.12.2009, 19:37
Mich persönlich stört es auch deutlich weniger wenn es Leute sind die ich nicht kenne als wenn es Leute sind die ich kenne.

Und ich habe ja auch nicht gesagt das man alles tolerieren muss. Aber wenn man in einer Branche wie dem Fußball in diesem Maße Geld investiert, dann sollte man sich auch dessen bewusst sein, dass es einigen Fußballfans nicht sonderlich gefällt und diese sich dann auch mal negativ äußern.


Es gibt auch genügend Spieler, Manager etc die sich Beleidigungen anhören müssen, da macht aber keiner so einen Aufstand.

Zumal Hopp in der Vergangenheit selbst auf sachliche Kritik am Modell Hoffenheim völlig überzogen reagiert hat.