Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Demmler-Suizid
klingedooler
04.02.2009, 09:14
Ich weiß, nicht alle hier können was mit dem Namen Kurt Demmler anfangen, aber wir Klingenthaler und "Ossis" sehr wohl. Ich muß sagen, ich war von Anfang an total entsetzt, als die ersten Anschuldigungen bekannt wurden. Ich frag mich, wieso sich ein angehender Rentner plötzlich an kleinen Mädchen vergreift?
Also mir als "Wessi" sagte der Name was, auch wenn ich mich mit seinem Werk nie näher beschäftigt habe. Was soll man dazu jetzt sagen? Wars ein Schuldeingeständnis oder die Flucht in den Tod, bevor man auch bei aller Unschuldigkeit den Makel "Kinderschänder" nie wieder los wird? Wahrscheinlich werden wir das nicht mehr erfahren.
ThEbEaR6
04.02.2009, 16:59
*g* mal ne doofe Frage:
Was is mit dem ???
der saß wegen dem vorwurf des 200fachen kindesmissbrauchs im gefängnis und hat sich dort gestern umgebracht
Sein Name sagt mir natürlich etwas. Ich war auch total entsetzt, als ich von dem "angeblichen" Mißbrauch hörte. Ob der Selbstmord ein Schuldeingeständnis war?
Sunnygate
05.02.2009, 14:21
die Frage ist doch auch, ob und in welchem Umfang er das schon zu DDR-Zeiten gemacht hat, die jetzigen Anschuldigungen beziehen sich nach meinen Infos auf die Zeit nach der Wende,
aber dass ein solcher Trieb urplötzlich entsteht, wage ich zu bezweifeln,
in der DDR wurde so viel vertuscht und solche Sachen wie Kindesmisshandlungen durfte es nicht geben, also wurde es nicht verlautbart, auch vor allem die Stasi hat so viel geheim gehalten was jetzt erst alles nach so vielen Jahren ans Licht kommt und leider immer noch hintertrieben wird von einigen Unbelehrbaren,
von daher würd es mich nicht wundern, wenn Demmler sein Unwesen schon vor dem Mauerbau getrieben hat
Ich denke, die Aufmerksamkeit auf das Thema Kindesmissbrauch ist in den letzten Jahren überhaupt deutlich höher geworden und ich denke nicht, dass es früher ein "DDR-Problem" im Sinne der Vertuschung war. Das hat der "Westen" sicherlich genauso gut gekonnt. Ich denke, dass man heute Kindern bei diesem Thema wesentlich genauer zuhört bzw. auf Anzeichen eines möglichen Missbrauchs achtet als man es bspw. noch vor 20 Jahren getan hat. Nur - und das Problem hat sich nicht geändert - es muss erstmal soweit kommen, DASS ein Opfer etwas sagt.
Ich gebe dir recht, Sunny, was den Trieb betrifft. Ein "urplötzliches" Ausbrechen kann ich mir ebenso wenig vorstellen.
ich glaube es gibt keine straftäter, die ich mehr verabscheue als kinderschänder. insofern ist sein selbstmord doch das beste, was passieren konnte.
find ich nicht, denn so hat er sich seine gerechten strafe entzogen
nun, zu dem thema gibt es sicher viele unterschiedliche meinungen.
klingedooler
05.02.2009, 20:06
Seine Opfer sind mit seinem Suizid nicht zufrieden. Einige haben sich heute geäußert. Sie sehen es als "Davonstehlen". Ich auch. Im Übrigen gehört noch mehr dazu, nicht nur Täter und Opfer. Es gibt da noch die Familien, nicht nur die der Opfer. Ich kenne seine Tochter sehr gut, sie wohnt zwei Häuser weiter...
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