Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Integration
*Verena*
06.06.2009, 22:05
Gut, dann ist das morgen ein Tag voller Französisch für dich. Viel Spaß :zunge2:
In Deutschland gibt es einen Wahlomaten, der hilft ungemein. Aber ich weiß nicht, ob es das in Österreich gibt. Nicht die FPÖ, würde ich sagen.
Ja, auf einmal wäre es sehr viel gewesen!
Hm.. von sowas hab ich noch ned gehört... aber ich hab eh schon einige Parteien ausgeschlossen... informiert hab ich mich auch... :)
Nein, die FPÖ wär das letzte.. mir reicht der "Blaue Planet" und diverse Singversuche vom HC Strache *kotz*.... das ist mir zu niveaulos, nicht nur dass ich seinen Standpunkt nicht nachvollziehen kann, aber diese Parolen a la "Abendland in Christenhand" und (das war früher schon mal) "Willst du eine Wohnung haben musst du ein Kopftuch tragen", sowas gehört nicht in die Öffentlichkeit... das ist einfach nur dumm :irre::down::down::down:
Anmerkung: Thread wurde aus dem Skisprungmodethread ausgegliedert. Benjamin
Hm.. von sowas hab ich noch ned gehört... aber ich hab eh schon einige Parteien ausgeschlossen... informiert hab ich mich auch... :)
Nein, die FPÖ wär das letzte.. mir reicht der "Blaue Planet" und diverse Singversuche vom HC Strache *kotz*.... das ist mir zu niveaulos, nicht nur dass ich seinen Standpunkt nicht nachvollziehen kann, aber diese Parolen a la "Abendland in Christenhand" und (das war früher schon mal) "Willst du eine Wohnung haben musst du ein Kopftuch tragen", sowas gehört nicht in die Öffentlichkeit... das ist einfach nur dumm :irre::down::down::down:
Wenn du informiert bist, wirst du auch eine Partei finden.
Solche Parolen sind wirklich unter aller Würde. Solche Parteien sind einfach blöd. :down:
*Verena*
06.06.2009, 22:12
Wenn du informiert bist, wirst du auch eine Partei finden.
Solche Parolen sind wirklich unter aller Würde. Solche Parteien sind einfach blöd. :down:
Glaub ich auch... :)
Das finde ich auch... diese Partei ist wirklich blöd... da war mal so eine Parteiveranstaltung und da waren nur Nazis...echt schlimm :irre::irre::irre:
Glaub ich auch... :)
Das finde ich auch... diese Partei ist wirklich blöd... da war mal so eine Parteiveranstaltung und da waren nur Nazis...echt schlimm :irre::irre::irre:
Ja, das ist echt schlimm. Es gibt zu viele von diesen Parteien. :hmpf:
*Verena*
06.06.2009, 22:16
Ja, das ist echt schlimm. Es gibt zu viele von diesen Parteien. :hmpf:
Das ist war... lernen die Leute nix dazu? :hmpf: :häh:
Wer wählt die bloß, das frag ich mich immer wieder :irre:
Gruppe gegen die rechtsradikale Ausbreitungsideologie des HC Strache und der FPÖ:
http://www.facebook.com/home.php#/group.php?gid=44430534459
bin schon dabei!
Das ist war... lernen die Leute nix dazu? :hmpf: :häh:
Wer wählt die bloß, das frag ich mich immer wieder :irre:
Nein, Menschen lernen nicht, oder jedenfalls nicht sehr schnell. Und Einfache Lösungen sind so herrlich bequem, vor allem, wenn darin die anderen schuld sind
*Verena*
06.06.2009, 22:22
Gruppe gegen die rechtsradikale Ausbreitungsideologie des HC Strache und der FPÖ:
http://www.facebook.com/home.php#/group.php?gid=44430534459
bin schon dabei!
Das ist eine gute Idee.. bin auch dabei...
sowas kann man nur unterstützen :up:
*Verena*
06.06.2009, 22:25
Nein, Menschen lernen nicht, oder jedenfalls nicht sehr schnell. Und Einfache Lösungen sind so herrlich bequem, vor allem, wenn darin die anderen schuld sind
Ja das trifft es auf den Punkt... die Leute die den wählen sind genau so niveaulos wie er selber... der redet nur blödsinn :irre:
Und wenn man mal genau hinhört, dann kapiert man auch, dass der nicht FÜR Österreicher sondern GEGEN ausländer ist... ich hab mir die Parteiprogramme mal durch gelesen und da stand bei allen, wie sie die österreichischen Interessen vertreten wollen.. bei ihm stand nur (zB zum Thema Arbeitslosigkeit), dass die Gastarbeiter raus müssen usw. :sauer::sauer::sauer:
Ja das trifft es auf den Punkt... die Leute die den wählen sind genau so niveaulos wie er selber... der redet nur blödsinn :irre:
Und wenn man mal genau hinhört, dann kapiert man auch, dass der nicht FÜR Österreicher sondern GEGEN ausländer ist... ich hab mir die Parteiprogramme mal durch gelesen und da stand bei allen, wie sie die österreichischen Interessen vertreten wollen.. bei ihm stand nur (zB zum Thema Arbeitslosigkeit), dass die Gastarbeiter raus müssen usw. :sauer::sauer::sauer:
Die Logik ist ja auch so schön einfach - wenn die Ausländer alle weg sind, ist genug Arbeit und alles andere für die Österreicher da. Dann haben sich alle Probleme von allein erledigt. Ist das nicht herrlich einfach? :donk:
*Verena*
06.06.2009, 22:30
Die Logik ist ja auch so schön einfach - wenn die Ausländer alle weg sind, ist genug Arbeit und alles andere für die Österreicher da. Dann haben sich alle Probleme von allein erledigt. Ist das nicht herrlich einfach? :donk:
Das Problem ist nur, dass die Ausländer viele Arbeiten machen, die die meisten Österreicher gar nicht machen wollen...
Ich könnt mich endlos ärgern über den... :sauer::donk:
Das Problem ist nur, dass die Ausländer viele Arbeiten machen, die die meisten Österreicher gar nicht machen wollen...
Ich könnt mich endlos ärgern über den... :sauer::donk:
Da ist der Haken an der Sache, aber da werden dann irgendwelche Leute zwangsverpflichtet für diese Arbeiten.
Über solche Leute kann man sich auch nur ärgern, es ist zum Kotzen, dass es die immer noch gibt.
Ich habe kürzlich zu dem Thema einen Artikel gelesen, den ich Mut machend fand. Nun habe ich ihn endlich wieder gefunden. Er bietet wohl kein Allheilmittel, aber wenigstens Beispiele dafür, dass es auch anders geht.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,628260,00.html
*Verena*
06.06.2009, 22:42
Da ist der Haken an der Sache, aber da werden dann irgendwelche Leute zwangsverpflichtet für diese Arbeiten.
Über solche Leute kann man sich auch nur ärgern, es ist zum Kotzen, dass es die immer noch gibt.
Wahrscheinlich....
Bin deiner meinung.. sowas ist absurd.. eindeutig :irre:
Wahrscheinlich....
Bin deiner meinung.. sowas ist absurd.. eindeutig :irre:
Tja, leider werden sie so schnell nicht aussterben.
*Verena*
06.06.2009, 22:47
Ich habe kürzlich zu dem Thema einen Artikel gelesen, den ich Mut machend fand. Nun habe ich ihn endlich wieder gefunden. Er bietet wohl kein Allheilmittel, aber wenigstens Beispiele dafür, dass es auch anders geht.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,628260,00.html
Interessanter Artikel :up:
Leider geht in vielen Ländern der Trend zu rechtsradikalen Parteien, deren Mitglieder große Reden mit wenig bis gar keinem Sinn schwingen.. hm, bleibt die Frage: Sind knapp 65 Jahre Zeit genug zum vergessen? Ist jetzt überspitzt ausgedrückt, aber wer weiß was noch alles kommt :irre:
Interessanter Artikel :up:
Leider geht in vielen Ländern der Trend zu rechtsradikalen Parteien, deren Mitglieder große Reden mit wenig bis gar keinem Sinn schwingen.. hm, bleibt die Frage: Sind knapp 65 Jahre Zeit genug zum vergessen? Ist jetzt überspitzt ausgedrückt, aber wer weiß was noch alles kommt :irre:
Der Trend ist leider überall zu beobachten. Das Problem ist, dass es keinen wirklichen Widerstand gibt, man lässt die einfach machen. Oder die Parteien der Mitte hängen sich noch hinten dran, wie es hier in Hessen die CDU gern tut. Die hat auch schon mehrfach Wahlkampf unter aller Kanone gemacht, zum Kotzen. Der Koch ist damals mit einer Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft Ministerpräsident geworden. Und wenn die Leute aus der Mitte sich im gleichen Feld positionieren oder einfach schweigen, dann muss man sich nicht wundern, dass der rechte Rand wächst.
*Verena*
06.06.2009, 22:53
Der Trend ist leider überall zu beobachten. Das Problem ist, dass es keinen wirklichen Widerstand gibt, man lässt die einfach machen. Oder die Parteien der Mitte hängen sich noch hinten dran, wie es hier in Hessen die CDU gern tut. Die hat auch schon mehrfach Wahlkampf unter aller Kanone gemacht, zum Kotzen. Der Koch ist damals mit einer Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft Ministerpräsident geworden. Und wenn die Leute aus der Mitte sich im gleichen Feld positionieren oder einfach schweigen, dann muss man sich nicht wundern, dass der rechte Rand wächst.
Ich hoffe jedenfalls, dass die Leute rechtzeitig aufwachen und solche Parteien nicht wählen... ich glaub nicht, dass die Geschichte ein deja vu in der Hinsicht braucht :irre:
Benjamin
06.06.2009, 22:55
Der Trend ist leider überall zu beobachten. Das Problem ist, dass es keinen wirklichen Widerstand gibt, man lässt die einfach machen. Oder die Parteien der Mitte hängen sich noch hinten dran, wie es hier in Hessen die CDU gern tut. Die hat auch schon mehrfach Wahlkampf unter aller Kanone gemacht, zum Kotzen. Der Koch ist damals mit einer Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft Ministerpräsident geworden. Und wenn die Leute aus der Mitte sich im gleichen Feld positionieren oder einfach schweigen, dann muss man sich nicht wundern, dass der rechte Rand wächst.
Das sich ich eher umgekehrt. Die Gefahr, die von nicht-integrierten Ausländern ausgeht, halte ich nich unbedingt für geringer als die, die von Rechten ausgeht. Insofern ist das ein Thema, das die bürgerlichen Parteien auf jeden Fall auch aufgreifen müssen und nicht den Rechten überlassen dürfen. Sonst darf man sich nicht wundern, wenn die Bürger sich von den Parteien der Mitte im Stich gelassen fühlen und stattdessen Rechte wählen.
Ich hoffe jedenfalls, dass die Leute rechtzeitig aufwachen und solche Parteien nicht wählen... ich glaub nicht, dass die Geschichte ein deja vu in der Hinsicht braucht :irre:
Nein, eine Wiederholung der Geschichte ist definitiv nicht notwendig. Aber bis zum Aufwachen wird es wohl noch dauern, das Problem wird einfach zu gerne ignoriert, weil es unbequem ist und harmlos scheint. :hmpf:
Benjamin
06.06.2009, 22:58
Man braucht die meisten Sachen, die man in der Schule lernt, im späteren Leben nicht, jedenfalls auf den ersten Blick nicht. Aber wenn sich Schulbildung nur danach richten würde, könnten wir der Einfachheit halber alle nach 6 Jahren aufhören mit der Schule. Dann können wir ja lesen, schreiben und die Grundrechenarten, einschließlich Bruchrechnen. Prozentrechnung kann man in der Zeit sicher auch noch unterbringen. Dann passt das schon.
Das ist nämlich der Punkt. Alle schimpfen immer darüber, dass man vieles aus der Mathematik nicht im täglichen Leben braucht. Sicher ist das bei einigen Leuten so, wenn sie nichts studieren, was mit Mathe zu tun hat. Aber das gleiche gilt für alle anderen Fächer auch. Das Gymnasium führt aber nunmal zur allgemeinen Hochschulreife, die einen zum Studium in sämtlichen Fächern befähigen soll. Und selbst wenn man schon genau weiß, was man will - ein bisschen über den Tellerrand des eigenen Fachs zu schauen kann nie schaden - sonst gibt es nämlich Kommunikationsprobleme mit Menschen anderer Fachrichtungen.
Das sich ich eher umgekehrt. Die Gefahr, die von nicht-integrierten Ausländern ausgeht, halte ich nich unbedingt für geringer als die, die von Rechten ausgeht. Insofern ist das ein Thema, das die bürgerlichen Parteien auf jeden Fall auch aufgreifen müssen und nicht den Rechten überlassen dürfen. Sonst darf man sich nicht wundern, wenn die Bürger sich von den Parteien der Mitte im Stich gelassen fühlen und stattdessen Rechte wählen.
Integration ist keine Einbahnstraße, man muss die Leute auch aufnehmen wollen, statt sie immer auszugrenzen. Und Deutschland hat sich jahrzehntelang der Illusion hingegeben, dass die Gastarbeiter bald alle wieder gehen werden. Darum hat sich niemand mit ihnen beschäftigt. Ich kann Jugendliche der 3. Generation, die hier geboren sind, für die Deutschland eigentlich die Heimat ist, die hier aber immer noch der dumme Türke sind, gut verstehen, wenn sie mit Abgrenzung und Gewalt auf ihre Ausgrenzung reagieren, auch wenn ich das Verhalten nicht gutheiße.
Und klar darf man den Rechten das Feld nicht überlassen, aber es ist immer noch die Frage, wie man das macht. Herr Koch hat da eindeutig die falschen Worte und Aktionen gewählt. Mit dem Bedienen von Klischees hilft man keiner Seite. Und die doppelte Staatsbürgerschaft ist sehr sinnvoll wenn es um Integration geht, also warum dagegen Unterschriftenlisten?
*Verena*
06.06.2009, 23:00
Das sich ich eher umgekehrt. Die Gefahr, die von nicht-integrierten Ausländern ausgeht, halte ich nich unbedingt für geringer als die, die von Rechten ausgeht. Insofern ist das ein Thema, das die bürgerlichen Parteien auf jeden Fall auch aufgreifen müssen und nicht den Rechten überlassen dürfen. Sonst darf man sich nicht wundern, wenn die Bürger sich von den Parteien der Mitte im Stich gelassen fühlen und stattdessen Rechte wählen.
Ich seh das eher so: wenn ausländer hier auf mehr Toleranz stoßen würden und man sie besser integrieren lassen würde, gäbe es wahrscheinlich weniger Probleme. Ich bin auch nicht dafür, jeden aufzunehmen. Ein ordentliches Asylgesetz gehört schon her... so wie es jetzt ist, dass die Asylansuchen jahrelang bearbeitet werden müssen und es erst nach einer gefühlten ewigkeit zu einem Entschluss kommt, ist es nicht richtig.
Ich seh das eher so: wenn ausländer hier auf mehr Toleranz stoßen würden und man sie besser integrieren lassen würde, gäbe es wahrscheinlich weniger Probleme. Ich bin auch nicht dafür, jeden aufzunehmen. Ein ordentliches Asylgesetz gehört schon her... so wie es jetzt ist, dass die Asylansuchen jahrelang bearbeitet werden müssen und es erst nach einer gefühlten ewigkeit zu einem Entschluss kommt, ist es nicht richtig.
Die Art und Weise, wie mit Asylsuchenden umgegangen wird, ist menschenverachtend. Und wenn man aus der Geschichte weiß, woher das heutige Asylrecht kommt, dann ist es umso beschämender, dass es in Ländern wie Deutschland und Österreich so läuft. Es ist ja nicht so, dass unsere Länder untergehen werden, weil wir Asylsuchende aufnehmen. Wir gehören immerhin zu den reichsten Ländern der Erde, da können wir uns jawohl auch um die kümmern, die keinen anderen Lebensort mehr haben!
Benjamin
06.06.2009, 23:09
Ich will nicht bestreiten, dass da in den vergangenen Jahrzehnten Fehler gemacht worden sind und dass Roland Koch da vielleicht mit der ein oder anderen Aktion übers Ziel hinausgeschossen ist. Aber jegliche Probleme mit Migranten konsequent zu leugnen, wie es von bestimmten linken Parteien lange Zeit gemacht wurde, halte ich dennoch für schlimmer.
Ich will nicht bestreiten, dass da in den vergangenen Jahrzehnten Fehler gemacht worden sind und dass Roland Koch da vielleicht mit der ein oder anderen Aktion übers Ziel hinausgeschossen ist. Aber jegliche Probleme mit Migranten konsequent zu leugnen, wie es von bestimmten linken Parteien lange Zeit gemacht wurde, halte ich dennoch für schlimmer.
Da bin ich absolut deiner Meinung Benjamin!
Das Gedankengut der FPÖ und des BZÖ und so weiter liegt mir so fern wie nur was. Aber jeden und alles bei uns aufzunehmen ist auch nicht so ganz meine Meinung.
Ich will nicht bestreiten, dass da in den vergangenen Jahrzehnten Fehler gemacht worden sind und dass Roland Koch da vielleicht mit der ein oder anderen Aktion übers Ziel hinausgeschossen ist. Aber jegliche Probleme mit Migranten konsequent zu leugnen, wie es von bestimmten linken Parteien lange Zeit gemacht wurde, halte ich dennoch für schlimmer.
Solange leugnen eine Form von wegschauen ist, geht es auch nicht in Ordnung. Aber wenn man sich mit Migranten befasst und auch mit den Problemen, die man mit ihnen hat, muss man dazu wenigstens eine ehrliche Ursachenforschung betreiben. Und wenn man die betreibt, wird man sehr wahrscheinlich feststellen, dass die meisten Probleme, die wir in Deutschland haben, hausgemacht sind. Und das sollte man ehrlicherweise auch zugeben, statt zum Stimmenfang auf rechte Parolen umzuschwenken. Und statt den Migranten alle Schuld in die Schuhe zu schieben.
Benjamin
06.06.2009, 23:19
Naja, ich habe schon viele Bürger mit Migrationshintergrund kennen gelernt, die sehr gut integriert waren, die perfekt deutsch sprachen und die man eigentlich bloß noch anhand ihres Namens als ehemalige Ausländer identifizieren konnte. Das zeigt für mich, dass es sehr wohl mit etwas gutem Willen möglich ist, sich hier zu integrieren.
Da bin ich absolut deiner Meinung Benjamin!
Das Gedankengut der FPÖ und des BZÖ und so weiter liegt mir so fern wie nur was. Aber jeden und alles bei uns aufzunehmen ist auch nicht so ganz meine Meinung.
Hmm, wer ist denn jeder und alle? Die meisten Migranten wandern innerhalb ihrer eigenen Länder und machen sich nie auf den Weg nach Europa oder Nordamerika. Und wenn Menschen vor Kriegen oder politischer Verfolgung in ihrem Heimatland fliehen, dann sollten wir sie auch aufnehmen, statt nach politischem Gutdünken zu entscheiden, wer in seiner Heimat wirklich verfolgt wird und wer nicht (und diese Entscheidungen sind tatsächlich in vielen Fällen nicht nachzuvollziehen). Ansonsten, wenn ihr keine Wirtschaftsflüchtlinge wollt, setzt euch für eine ordentliche Entwicklungspolitik ein. Wenn ich in Afrika leben müsste, hätte ich wahrscheinlich auch große Lust abzuhauen und mein Glück in Deutschland zu versuchen. Aber eines sollte man dabei nie vergessen: Die westlichen Industriestaaten leben auf Kosten der restlichen Welt und verursachen die Armut dort. Jeder von uns tut das, man kommt fast nicht umhin. Aber genau deshalb können wir uns auch nicht einfach einsperren, sondern tragen eine Verantwortung für die Menschen in diesen Ländern!
Naja, ich habe schon viele Bürger mit Migrationshintergrund kennen gelernt, die sehr gut integriert waren, die perfekt deutsch sprachen und die man eigentlich bloß noch anhand ihres Namens als ehemalige Ausländer identifizieren konnte. Das zeigt für mich, dass es sehr wohl mit etwas gutem Willen möglich ist, sich hier zu integrieren.
Sorry, aber die Verantwortung für die Integration auf die Ausländer allein abzuschieben, ist mir zu einfach. Wie sollen sie denn Deutsch lernen, wenn sich in diesem Land keiner die Mühe macht, es ihnen beizubringen? Klar, es gibt die, die es trotzdem geschafft haben. Und das ist super! Aber denen, die es nicht allein geschafft haben, auch noch die Schuld dafür zu geben, dass sie an den bescheidenen Bedingungen in diesem Land gescheitert sind, finde ich ziemlich kurzsichtig. Menschen können sich in manchen Situationen einfach nicht selbst helfen. Und dann muss man eben bessere Bedingungen schaffen.
Benjamin
06.06.2009, 23:28
Ein vorübergehendes Asyl ist in solchen Fällen echter Verfolgung ja in Ordnung. Aber wenn die unmittelbare Gefahr vorbei ist, sollen die Leute dann bitte auch wieder in ihre Heimatländer zurück kehren - dort werden sie nämlich zum Aufbau dringend gebraucht.
Ich kann natürlich auch verstehen, wenn Wirtschaftsflüchtlinge aus armen Ländern lieber hier leben wollen - aber versteh' du bitte auch, dass wir die hier nicht einfach versorgen wollen.
Und was genau eine ordentliche Entwicklungspolitik sein soll, darüber könnte man auch lange streiten - das Schlimmste, was der Menschheit passieren könnte, wäre, wenn die ganzen Entwicklungsländer auf einmal auf einem ähnlichen technischen Stand wären, wie wir - dann wären die Ressourcen im Nu alle verbraucht, und die Menschheit ginge zugrunde.
http://www.deggendorf.de/fileadmin/web/pdf/politik/wahlen/eu_musterstimmzettel.pdf
Wahlzettel für morgen.
Was es nicht alles gibt!:irre::irre:
Die Violetten - für spirituelle Politik
Piratenpartei
*irre*
Benjamin
06.06.2009, 23:35
Sorry, aber die Verantwortung für die Integration auf die Ausländer allein abzuschieben, ist mir zu einfach. Wie sollen sie denn Deutsch lernen, wenn sich in diesem Land keiner die Mühe macht, es ihnen beizubringen? Klar, es gibt die, die es trotzdem geschafft haben. Und das ist super! Aber denen, die es nicht allein geschafft haben, auch noch die Schuld dafür zu geben, dass sie an den bescheidenen Bedingungen in diesem Land gescheitert sind, finde ich ziemlich kurzsichtig. Menschen können sich in manchen Situationen einfach nicht selbst helfen. Und dann muss man eben bessere Bedingungen schaffen.
Das tu ich doch gar nicht. Aber wer hierher in unser Land kommt, um dauerhaft hier zu leben, der hat aus meiner Sicht zuallererst mal eine Bringschuld. Wenn ich je auswandern würde, dann wäre es für mich eine Selbstverständlichkeit, die Sprache meines neuen Heimatlandes zu lernen - und damit möglichst vor der Abreise anzufangen. Wenn ich dann lese, dass selbst hier manche noch gezwungen werden müssen, einen Deutschkurs zu besuchen - sorry, dafür hab' ich dann kein Verständnis.
Ein vorübergehendes Asyl ist in solchen Fällen echter Verfolgung ja in Ordnung. Aber wenn die unmittelbare Gefahr vorbei ist, sollen die Leute dann bitte auch wieder in ihre Heimatländer zurück kehren - dort werden sie nämlich zum Aufbau dringend gebraucht.
Ich kann natürlich auch verstehen, wenn Wirtschaftsflüchtlinge aus armen Ländern lieber hier leben wollen - aber versteh' du bitte auch, dass wir die hier nicht einfach versorgen wollen.
Und was genau eine ordentliche Entwicklungspolitik sein soll, darüber könnte man auch lange streiten - das Schlimmste, was der Menschheit passieren könnte, wäre, wenn die ganzen Entwicklungsländer auf einmal auf einem ähnlichen technischen Stand wären, wie wir - dann wären die Ressourcen im Nu alle verbraucht, und die Menschheit ginge zugrunde.
Die Frage ist dann immer noch, wie ein vorüber gehendes Asyl aussehen soll. Man kann den Menschen dabei wenigstens menschenwürdige Unterkünfte bieten, statt sie jahrelang in Löcher hausen zu lassen, damit sie möglichst bald von allein wieder gehen.
Klar verstehe ich, dass wir die hier nicht alle versorgen können. Aber wir können ebenso wenig einfach die Tore schließen und wegschauen und so tun, als ginge uns das alles nichts an. Im übrigen wollen die meisten gar nicht versorgt werden, die wollen hier für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Dass das viel schwerer ist, als sie sich das vorstellen, kann man ihnen sicher vor ihrer Einreise sinnvoll klar machen. Und die meisten kommen wie gesagt auch gar nicht, die bleiben ihrem Heimatland oder gehen in ein Nachbarland und versuchen da ihre Glück.
Dass man nicht alle Länder dieser Erde auf unser heutiges Niveau bringen kann, wenn dieser Planet überleben soll, ist ja keine Frage. Aber ein Recht auf ein Leben mit Arbeit, einem Dach über dem Kopf, genug zu essen, Bildung und einer guten medizinischen Versorgung haben die Leute da auch. Es wäre vielleicht mal an uns, unseren Lebensstil einzuschränken. Anders wird es nämlich kaum gehen. Und wenn wir unsere Klamotten schon in China nähen lassen, können wir den Menschen dort wenigstens einen angemessenen Lohn zahlen, statt sie auszubeuten, damit die Klamottenlabels Milliardengewinnen machen können.
Benjamin
06.06.2009, 23:42
Solange sich gerade in diesen Ländern die Bevölkerung so explosionsartig vermehrt, ist jeder Versuch zu sparen, von vornherein zum Scheitern verurteilt. Das Wichtigste wäre eine vernüftige Bevölkerungspolitik - gleichbleibende, wenn nicht gar leicht schrumpfende Bevölkerung.
Das tu ich doch gar nicht. Aber wer hierher in unser Land kommt, um dauerhaft hier zu leben, der hat aus meiner Sicht zuallererst mal eine Bringschuld. Wenn ich je auswandern würde, dann wäre es für mich eine Selbstverständlichkeit, die Sprache meines neuen Heimatlandes zu lernen - und damit möglichst vor der Abreise anzufangen. Wenn ich dann lese, dass selbst hier manche noch gezwungen werden müssen, einen Deutschkurs zu besuchen - sorry, dafür hab' ich dann kein Verständnis.
Wenn man die Auswanderersendungen im Fernsehen verfolgt (was ich nicht tue), dann stellt man schnell fest, dass es genug deutsche Landsleute gibt, die ebenfalls ohne Sprachkenntnisse sonst wohin auswandern und meinen, sie werden mit offenen Armen von deutsch sprechenden Spanieren oder was weiß ich wem empfangen. Klar kann man sich da nur an den Kopf packen.
Aber dann zwingt man sie halt und entweder sie lernen etwas dabei, oder sie werden hier nicht glücklich und gehen irgendwann wieder. Aber wenigstens die Kinder könnten wir vernünftig integrieren, wenn wir vernünftige Schulen hätten. Wenn die Kinder dort ordentlich gefördert würden und in die Klassen integriert würden, dann würden sie sich hier auch aufgenommen fühlen. Dann hätte sich das Problem nach einer Generation von selbst erledigt.
Solange sich gerade in diesen Ländern die Bevölkerung so explosionsartig vermehrt, ist jeder Versuch zu sparen, von vornherein zum Scheitern verurteilt. Das Wichtigste wäre eine vernüftige Bevölkerungspolitik - gleichbleibende, wenn nicht gar leicht schrumpfende Bevölkerung.
Das erreicht man relativ leicht mit einer guten Gesundheitsversorgung, guter Bildung und einem Rentensystem. Das gibt es nur alles nicht umsonst. Aber da könnte der Westen sicher viel erreichen, wenn er zum Beispiel für entsprechende, durchdachte und funktionierende, politische Maßnahmen Schulden erlassen würde.
Benjamin
06.06.2009, 23:49
Keine Frage, das Vorgehen solcher Landsleute halte ich für genauso dämlich.
Das Problem hierzulande ist halt, dass es mittlerweile schon größere Wohngegenden mit einem beträchtlichen Anteil kaum deutsch sprechender Menschen gibt. Mit eigenen Einkaufsläden, eigenen Geschäften usw. so dass für die Menschen dort gar keine unmittelbare Notwendigkeit mehr besteht, deutsch zu lernen. Und wenn man nur in der Schule allein deutsch spricht, reicht das eben nicht aus - da muss das Elternhaus schon auch irgendwie mithelfen (die Ideen unserer tollen linken Politiker bei Grünen und sonstwem gehen ja aber noch in die andere Richtung: Am besten auch noch türkischsprachige Schulen einrichten, damit die Leute überhaupt kein deutsch mehr lernen - sorry, war polemisch, aber musste sein).
Was Bildung und Rentensystem betrifft, geb' ich dir ja Recht - aber wie man das erreicht, wenn die dortigen Machthaber ihr Geld lieber in Waffen stecken, hat auch noch niemand herausgefunden.
Keine Frage, das Vorgehen solcher Landsleute halte ich für genauso dämlich.
Das Problem hierzulande ist halt, dass es mittlerweile schon größere Wohngegenden mit einem beträchtlichen Anteil kaum deutsch sprechender Menschen gibt. Mit eigenen Einkaufsläden, eigenen Geschäften usw. so dass für die Menschen dort gar keine unmittelbare Notwendigkeit mehr besteht, deutsch zu lernen. Und wenn man nur in der Schule allein deutsch spricht, reicht das eben nicht aus - da muss das Elternhaus schon auch irgendwie mithelfen (die Ideen unserer tollen linken Politiker bei Grünen und sonstwem gehen ja aber noch in die andere Richtung: Am besten auch noch türkischsprachige Schulen einrichten, damit die Leute überhaupt kein deutsch mehr lernen - sorry, war polemisch, aber musste sein).
Solche Wohngegenden hätten halt nie entstehen dürfen. Aber jetzt, da es sie gibt, hilft nur eine gute Städtplanung oder eine gute Sozialarbeit. Man muss halt die Leute in den Vierteln wachrütteln. Und das könnte man durchaus, wenn man andere Migranten zur Vermittlung wählt und ihnen klar macht, dass ihre Kinder ohne Deutsch und ohne gute Bildung keine Chance haben, weil sich die Zeiten gewandelt haben und es eben keine Jobs für ungelernte Menschen mehr gibt. Und wenn man Partnerschaften gründet, mit anderen Schulen, anderen Stadtvierteln, wenn man auch die Deutschen in der jeweiligen Stadt mit ins Boot holt usw. Da kann man viel erreichen, man muss nur mal anfangen. Und den Leuten vermitteln, dass sie in diesem Land willkommen sind. Ist ja nicht so, dass die Deutschen nicht gern das günstige, frische Gemüse vom Türken kaufen.
Was Bildung und Rentensystem betrifft, geb' ich dir ja Recht - aber wie man das erreicht, wenn die dortigen Machthaber ihr Geld lieber in Waffen stecken, hat auch noch niemand herausgefunden.
Unsere Machthaber stecken ihr Geld auch lieber in Waffen als in Bildung, das ist eine weltweite Krankheit. Die verkaufen unsere Waffen auch gern in alle Welt. Man kann aber die Staaten belohnen, die es anders machen. Man kann klein anfangen, Schulen, Ausbildungsstätten in den Regionen schaffen, die Menschen befähigen, selber etwas ändern zu können. Kleinkredite vergeben, den kleinen Leuten vor Ort Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Das schafft noch kein Rentensystem, aber es ändert langfristig eine Menge. Und auf politischer Ebene, kann man die Politik fördern, die tatsächlich den Entwicklungsländern hilft und nicht doch wieder nur den Interessen des Westens.
Benjamin
07.06.2009, 00:09
Solche Wohngegenden hätten halt nie entstehen dürfen. Aber jetzt, da es sie gibt, hilft nur eine gute Städtplanung oder eine gute Sozialarbeit. Man muss halt die Leute in den Vierteln wachrütteln. Und das könnte man durchaus, wenn man andere Migranten zur Vermittlung wählt und ihnen klar macht, dass ihre Kinder ohne Deutsch und ohne gute Bildung keine Chance haben, weil sich die Zeiten gewandelt haben und es eben keine Jobs für ungelernte Menschen mehr gibt. Und wenn man Partnerschaften gründet, mit anderen Schulen, anderen Stadtvierteln, wenn man auch die Deutschen in der jeweiligen Stadt mit ins Boot holt usw. Da kann man viel erreichen, man muss nur mal anfangen. Und den Leuten vermitteln, dass sie in diesem Land willkommen sind. Ist ja nicht so, dass die Deutschen nicht gern das günstige, frische Gemüse vom Türken kaufen.
Hab' ich ja überall nichts dagegen - im Gegenteil, nichts wäre besser für das Land, als wenn das so klappt. Aber umgekehrt muss man meiner Meinung auch mit Härte gegen diejenigen vorgehen, die solche Bemühungen mit Füßen treten, und sie notfalls auch ausweisen.
Unsere Machthaber stecken ihr Geld auch lieber in Waffen als in Bildung, das ist eine weltweite Krankheit. Die verkaufen unsere Waffen auch gern in alle Welt. Man kann aber die Staaten belohnen, die es anders machen. Man kann klein anfangen, Schulen, Ausbildungsstätten in den Regionen schaffen, die Menschen befähigen, selber etwas ändern zu können. Kleinkredite vergeben, den kleinen Leuten vor Ort Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Das schafft noch kein Rentensystem, aber es ändert langfristig eine Menge. Und auf politischer Ebene, kann man die Politik fördern, die tatsächlich den Entwicklungsländern hilft und nicht doch wieder nur den Interessen des Westens.
Das ist halt alles so schwer umzusetzen. Wenn sich ein paar Länder bereit erklären, keine Waffen in Krisengebieten zu liefern, machen andere Länder damit umso mehr Geschäfte.
Wenn es einem Land in Afrika mal ein bisschen besser geht, dann merken das wahrscheinlich die Nachbarn und erklären dem den Krieg, weil sie auch was von dem Kuchen abhaben wollen. Ich hab' da ehrlich gesagt wenig Hoffnung, dass sich da langfristig was ändert. Eher wird es wahrscheinlich so gehen, dass die weitere Bevölkerungszunahme dort über kurz oder lang zu einer gewaltigen Hungersnot führen wird, die alles bislang dagewesene übertrifft.
Einfach so mal gefragt: Wer hier aus der Runde hat Freunde und Bekannte nicht deutscher Herkunft?
ich auch.
:)
Freunde :up:
Benjamin
07.06.2009, 00:19
:up:
Alles ein Zeichen dafür, dass viele sich hier sehr wohl intergrieren können und es nur eine Minderheit ist, die aus dem Rahmen fällt. Weswegen ich mich eben auch dagegen wehre, die Schuld dafür hauptsächlich der deutschen Gesellschaft anzulasten.
aber die ausländer habens schon schwer.
ich muss mich auch mal einklinken...interessantes thema, bei dem ich voll und ganz benjamins meinung teile.
ich habe viele ausländische freunde, allerdings wohnen die fast ausschließlich in ihren jeweiligen ländern....meine beste freundin hier in münchen ist jedoch tatsächlich ausländerin, auch wenn man das nicht wirklich wahrnimmt. sie kommt ursprünglich aus mazedonien und sowohl sie als auch ihre eltern und geschwister sprechen perfekt deutsch und haben alle gutbezahlte jobs. man muss nur etwas dafür tun, dann kann man es auch schaffen. wer allerdings auswandert und naiv denkt, ihm fällt in der neuen heimat alles von selbst in den schoß, der wird natürlich scheitern und hat es in meinen augen auch nicht anders verdient.
ich habe vor meinem umzug einige jahre in bremen gearbeitet und dort gibt es ziemlich große probleme mit ausländern...als frau habe ich mich kaum noch getraut nachts alleine zum bahnhof zu laufen, weil man an jeder ecke blöd von irgendwelchen jugendlichen türken angemacht wurde.
die leute bekommen hier teilweise alles: geld, obwohl sie nie in unser sozialsystem eingezahlt haben, wohnungen, die der staat bezahlt und die z.T. besser ausgestattet sind als meine eigene und trotzdem sind sie nicht zufrieden und einfach mal dankbar, sondern pöbeln uns auch noch an.... natürlich sind dies ausnahmen, man kann niemals alle über einen kamm scheren, aber ich kann durchaus verstehen, dass einige leute mit der derzeitigen einwanderunssituation absolut unzufrieden sind....
Hab' ich ja überall nichts dagegen - im Gegenteil, nichts wäre besser für das Land, als wenn das so klappt. Aber umgekehrt muss man meiner Meinung auch mit Härte gegen diejenigen vorgehen, die solche Bemühungen mit Füßen treten, und sie notfalls auch ausweisen.
Ich glaube gar nicht, dass es allzu viele gäbe, die solche Maßnahmen mit Füßen treten, wenn wir ihnen das Gefühl geben, dass wir es ernst mit ihnen meinen. Aber woher soll dieses Gefühl kommen, bei den Parolen, die aus den Reihen der Regierenden kommen? Und Deppen, Ignoranten, Verbrecher gibt es auch mit deutschem Pass genug. Klar, man kann sie gegebenenfalls ausweisen, wenn sie keine Deutschen sind, aber wenn, dann kann das nur das letzte Mittel sein.
Das ist halt alles so schwer umzusetzen. Wenn sich ein paar Länder bereit erklären, keine Waffen in Krisengebieten zu liefern, machen andere Länder damit umso mehr Geschäfte.
Wenn es einem Land in Afrika mal ein bisschen besser geht, dann merken das wahrscheinlich die Nachbarn und erklären dem den Krieg, weil sie auch was von dem Kuchen abhaben wollen. Ich hab' da ehrlich gesagt wenig Hoffnung, dass sich da langfristig was ändert. Eher wird es wahrscheinlich so gehen, dass die weitere Bevölkerungszunahme dort über kurz oder lang zu einer gewaltigen Hungersnot führen wird, die alles bislang dagewesene übertrifft.
Was ist denn leicht umzusetzen? Es gibt keine leichten Lösungen für komplexe Porbleme. Aber man muss halt trotzdem mal irgendwo anfangen. Und dass es immer wen gibt, der an Kriegstreiber noch Waffen liefert, ist kein Grund dafür, es selbst auch zu tun. Man kann es trotzdem sein lassen und auf das Geld aus solchen Geschäften verzichten.
Solche Resignation finde ich traurig, auch wenn ich sie gut nachvollziehen kann. Aber es darf einfach nicht sein, dass man aufhört, sich um Lösungen zu bemühen. Man muss weitermachen. Die Entwicklungsländer müssen sich ihrer eigenen Verantwortung bewusst werden und selber etwas ändern wollen. Aber dazu brauchen sie unsere Hilfe. Und bei dieser Hilfe dürfen wir nicht auf unseren eigenen kurzfristigen Vorteil schauen, wie das derzeit meist gehandhabt wird. Das einzige, was langfristig hilft, ist dass diese Staaten sich entwickeln können, dass sie uns als gleichberechtigte Partner gegenüber stehen. Solange wir sie weiter ausbeuten, wird sich nichts ändern. Die Entwicklung muss so laufen, dass die Menschen dort leben können. Mit vernünftigen Entwicklungsmaßnahmen geht das langfristig.
ich denke das gefühl nicht erwünscht zu sein wird nicht in erster linie durch die politiker vermittelt.
die ausländer haben im alltag in der regel mehr kontakt zu deutschen normalbürgern als zu politkern. und häufig kommt es in alltäglichen situationen zu diskriminierungen.
So, ich gehe jetzt ins Bett und schlafe, wünsche euch allen eine gute Nacht.
:knuddel:
Ein letzter Nachsatz noch zur Diskussion: Ich halte nach wie vor nicht von dem "Man muss nur wollen, dann klappt das schon mit der eigenen Integration"-Slogan. Das ist genauso Bullshit wie der Satz "Jeder ist seines Glückes Schmied". So einfach ist die Welt nicht. Und sie wird es auch nie sein. Man hat im Leben nicht alles selbst in der Hand, weil man als Mensch in Strukturen lebt, die einen eingrenzen. Manche haben es besser getroffen und andere schlechter. Aber letzteren allein die Schuld an ihrem Unglück zu geben ist viel zu einfach, auch wenn es manchmal so schrecklich bequem ist.
Benjamin
07.06.2009, 00:35
Natürlich - ich bestreite nicht, dass die Voraussetzungen, die die verschiedenen Menschen mitbringen, höchst unterschiedlich sind. Es ist ganz klar, dass da einige gegenüber anderen einen Vorteil haben. Aber genauso muss man eingestehen, dass Leute, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, im Schnitt besser dran sind, als diejenigen, die den Anspruch haben, der Staat und die Gesellschaft müsse für sie sorgen.
Das einzige, was langfristig hilft, ist dass diese Staaten sich entwickeln können, dass sie uns als gleichberechtigte Partner gegenüber stehen. Solange wir sie weiter ausbeuten, wird sich nichts ändern. Die Entwicklung muss so laufen, dass die Menschen dort leben können. Mit vernünftigen Entwicklungsmaßnahmen geht das langfristig.
Wie gesagt - genau das wird niemals möglich sein; dazu gibt es zu wenig Ressourcen auf der Erde.
*Verena*
07.06.2009, 13:31
Sorry, aber die Verantwortung für die Integration auf die Ausländer allein abzuschieben, ist mir zu einfach. Wie sollen sie denn Deutsch lernen, wenn sich in diesem Land keiner die Mühe macht, es ihnen beizubringen? Klar, es gibt die, die es trotzdem geschafft haben. Und das ist super! Aber denen, die es nicht allein geschafft haben, auch noch die Schuld dafür zu geben, dass sie an den bescheidenen Bedingungen in diesem Land gescheitert sind, finde ich ziemlich kurzsichtig. Menschen können sich in manchen Situationen einfach nicht selbst helfen. Und dann muss man eben bessere Bedingungen schaffen.
Super auf den Punkt gebracht.. genau das denke ich auch. Ich behaupte sogar, dass vielen Ausländern das Integrieren schwer gemacht wird, weil sie leider auf sehr viel Ablehnung und Vorurteile stoßen. Es ist also nicht nur so, dass sie sich selbst überlassen sind, nein, es wird ihnen oft unmöglich gemacht, sich anzupassen.
Sicherlich gibt es einige, die das nicht wollen, die nicht einsehen, warum sie die Sprache des Landes, in dem sie leben wollen, lernen müssen.
Aber das auf alle zu pauschalisieren ist zu bequem und einfach.
irgendwie hab ich dieses Thema total verpasst, aber ich nehme es trotzdem nochmals auf. Vielleicht gehts ja weiter?
Einfach so mal gefragt: Wer hier aus der Runde hat Freunde und Bekannte nicht deutscher Herkunft?
ne Menge: England, Serbien, Italien, Schweiz, etc. alles hübsch bunt durcheinander.
sie kommt ursprünglich aus mazedonien und sowohl sie als auch ihre eltern und geschwister sprechen perfekt deutsch und haben alle gutbezahlte jobs.
perfektes Beispiel. Und da ich selbst als Ausländerin lebe: es ist nun mal so, dass NIEMAND in einem fremden Land auf dich wartet und NIEMAND wird irgendwelche Regeln ändern, nur weil du da bist. Spiel das Spiel mit oder lass es.
Unsere Machthaber stecken ihr Geld auch lieber in Waffen als in Bildung, das ist eine weltweite Krankheit. Die verkaufen unsere Waffen auch gern in alle Welt. Man kann aber die Staaten belohnen, die es anders machen.
Wer bitte soll sich darum kümmern? Und wer exportiert keine Waffen? Nur die, die aus welchen Gründen auch immer keine produzieren können.
Auf der anderen Seite muss ich auch sagen, dass manche Angebote wider besseren Wissens nicht genutzt werden. Ein sehr gutes Beispiel ist mein Masterstudiengang. Wir haben die Møglichkeit die Institutsbibliothek zu nutzen, wann wir wollen, wir duerfen an allen møglichen Festen teilnehmen und wir duerfen hier fest Studierplætze belegen. Wir kønnen uns schon zu einem gewissen Grad integrieren. Genutzt wird dieses Angebot regelmæssig nur von einem Drittel, ein paar sind dann manchmal da und einige sieht man gar nicht.
Ich habe auch erlebt, dass sich unter internationalen Studenten auch gerne gleichsprachige oder sogar gleichnationale Gruppen bilden. Einige dieser Gruppen grenzen sich dann auch schøn mittels der Sprache von anderen ab.
Eine andere sehr interessante Geschichte habe ich hier an der Uni mit den Sprachkursen gehørt: Die Unisprachkurse sind sehr gut und waren mal fuer Asylsuchende kostenlos. Es gab schlechte Noten, die Kurse waren schlecht besucht, weil viele dachten, dass ist umsonst und deswegen schlecht. Jetzt nimmt die Uni (viel) Geld und die Schueler kommen regelmæssig und arbeiten auch dafuer.
Meine Erfahrung ist die, dass sich diejenigen, die sich integrieren wollen, dass auch, so gut es ihnen møglich ist, tun. Da sollte man vielleicht schauen, ob man diesen Menschen nicht noch mehr helfen kann. Aber zwingen, sich zu integrieren, kann man niemanden.
diese Grüppchenbildung hat du überall und in jedem Land der Welt. Ist ja auch nicht weiter schlimm, vorausgesetzt, man schottet sich nicht komplett ab und verbringt überhaupt keine Zeit mit "Einheimischen".
Das mit den Unikursen fand ich jetzt verwirrend. Die waren schon immer gut, aber es gab schlechte Noten? (wieso?) Oder sie sind jetzt erst gut weil es nun kostet?
Die Kurse waren vorher schon gut, aber es heißt, dass die Kurse nicht ernst genommen worden seien, weil es die Einstellung gibt, was es umsonst gibt, ist schlecht.
das könnte auch hier gewesen sein... :neinnein:
vBulletin® v3.7.4, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.