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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unruhen im Iran nach der Präsidentschaftswahl


Mario
14.06.2009, 11:54
Der irre Diktator kerkert seine Gegner ein

Krawalle, Straßenschlachten, Tränengas gegen steinewerfende Demonstranten. Nach der Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad (52), dem Irren von Teheran, ist es in der Hauptstadt Irans zu den schwersten Unruhen seit 1999 gekommen.

Es herrscht Chaos.

Nach Vorwürfen des Wahlbetrugs waren enttäuschte Anhänger des Reformkandidaten Mir Hussein Mussawi (67) aus Protest auf die Straße gegangen. Autos, Mülltonnen und Reifen wurden in Brand gesteckt.

Nach einem Bericht des britischen Senders BBC wurden bis zu 100 Oppositionsanhänger festgenommen.

In einigen Vierteln glichen die Proteste einem regelrechten Aufruhr, wie Augenzeugen und Journalisten berichteten. Es waren die heftigsten Ausschreitungen nach den Studentenunruhen im Juli 1999.

Q: bild.de

Mario
15.06.2009, 18:30
Hunderttausende bei Demonstration

Mussawi-Anhänger trotzen Verbot

Mehrere hunderttausend Anhänger von Oppositionsführer Mussawi protestieren in Teheran gegen den Wahlsieg von Amtsinhaber Ahmadinedschad. Einige Schätzungen gehen sogar von 1,5 bis zwei Millionen Demonstranten aus

Neue Gewalt im Iran

Auch am Montag kam es zu Gewalt. Ein Reuters-Mitarbeiter sah, wie Anhänger Ahmadinedschads erneut von Motorrädern aus mit Stöcken auf ihre Gegner einschlugen. Studenten berichteten davon, dass ihre Kommilitonen von einer religiösen Miliz verschleppt worden seien. Die Universitätsleitung wies die Berichte zurück. Auf Fernsehbildern war ein ausgebranntes Fahrzeug auf dem Gelände der Universität zu sehen, eine gegenüberliegende Bank war ausgebrannt. Das Innenministerium hatte erklärt, Mussawi werde für jede Gewalt verantwortlich gemacht. Der ehemalige Ministerpräsident hatte seine Anhänger zum friedlichen Protest aufgefordert.

Mario
15.06.2009, 19:08
Eilmeldungen : Bei den Demonstrationen im Iran soll es heftige Schießerein gegeben haben. Mindestens 1 Toten soll es geben.

Mario
16.06.2009, 14:26
Proteste im Iran

Zahlreiche Tote nach Massenprotesten

Nach Angaben der Opposition kamen am Rande der Massenproteste im Iran mehr Menschen ums Leben, als offiziell bekanntgegeben wurde. Von bis zu 22 Opfern ist die Rede.

Q:N24

Nadl
16.06.2009, 16:34
ich hab vorhin die bilder bei msn und aol gesehen... muss das wirklich sein das man solche bilder veröffentlicht?

Mario
16.06.2009, 18:09
Keine Augenzeugenberichte

Iran stellt Journalisten unter Hausarrest

Berichterstattung auf offener Straße ist ab sofort verboten, Visa werden nicht verlängert: Die iranische Regierung geht nun rigoros gegen ausländische Journalisten vor.


Die iranische Regierung hat allen Journalisten ausländischer Medien eine Berichterstattung auf offener Straße verboten. Der Anordnung zufolge dürfen die Reporter nur noch aus ihren Büros berichten und damit keine Augenzeugenberichte von vor Ort mehr senden. Interviews dürfen demnach nur noch per Telefon geführt werden. Ansonsten kann für Informationsmaterial nur noch auf die amtlichen Quellen wie etwa das staatliche Fernsehen zurückgegriffen werden. Ferner erklärten die iranischen Behörden, sei würden den ausländischen Journalisten, die zur Berichterstattung über die Präsidentenwahl vom vergangenen Freitag ins Land gekommen waren, keine Verlängerung ihrer Visa gewähren.


Q: N24

Mario
16.06.2009, 18:11
Auch tausende Mussawi-Anhänger setzen ihre Proteste trotz offiziellem Versammlungsverbot fort. Nach einem Bericht des ARD-Fernsehkorrespondenten Peter Mezger, halten sich die Demonstranten ebenfalls in der Innenstadt auf und steuern mit ihrem Marsch auf die Ahmadinedschad-Anhänger zu. Beide Gruppen könnten bald aufeinandertreffen. Die Mussawi-Anhänger tragen Mundschutz als Zeichen für einen parolefreien Schweigemarsch. Die Demonstranten wollen mit ihrem stillen Protest Provokationen vermeiden. Mussawi selbst hatte seine Anhänger zuvor jedoch aufgefordert, der nicht genehmigten Kundgebung fernzubleiben, da sie sonst ihr Leben riskieren könnten.

Angst vor Zusammenstöße beider Lager

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Ahmadinedschad-Anhängern und Demonstranten aus dem Mussawi-Lager kommen könnte, ist hoch, meint ARD-Hörfunkkorrespondeten Ulrich Pick. Nach seinen Beobachtungen haben sich autonome Demonstrationszüge im Mussawi-Lager gebildet, die sich nicht an den friedlichen Schweigemarsch halten wollen. Und mutmaßlich bewaffnete Amadinedschad-Anhänger wollen den "Unruhestiftern die Grenzen aufzeigen".

Q: ARD

Mario
16.06.2009, 21:15
Demonstranten schicken Hilferufe – via Twitter

Die Lage im Iran eskaliert. 22 Tote bei Demonstrationen, unzählige Verletzte! Offizielle Angaben über die Situation – Fehlanzeige. Ausländische Journalisten dürfen nur noch eingeschränkt berichten. Jetzt schicken die tapferen Demonstranten ihre Hilferufe auf Umwegen an die Welt – via Internetdienst Twitter.

MaryLeslyne aus Teheran schreibt: „BESTÄTIGT! Die Armee rückt in Teheran gegen Demonstranten vor.“

Onibutterfly twittert: „Streitkräfte marschieren in Teheran ein.“

AbbieH5: „Ich verstehe nicht, warum uns Amerika nicht hilft? Wir wollen Freiheit, nichts anderes.“

yeti
20.06.2009, 18:25
In den Radionachrichten haben sie gerade gesagt, dass die Führung den Demonstranten jetzt sogar mit einem Blutbad droht, sollten diese sich nicht an das Demonstrationsverbot halten.

Interessante Auffassung von "Demokratie"....:neinnein::mad1::(

Ich wünsche den Menschen da unten Kraft und Ausdauer bei ihren Protesten und dass der Iran bald ein offeneres Land wird. Diese Betonköpfe sind ja nicht mehr zum Aushalten.

Mario
20.06.2009, 18:52
Eskalation im Iran Staatsmacht prügelt Proteste nieder

Trotz Verbots kamen in Teheran erneut Tausende Demonstranten zusammen. Die Polizei ging mit Gewalt gegen die Proteste vor. Beim Khomeini-Schreins sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft.

Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer gegen die Teilnehmer einer verbotenen Kundgebung der Opposition ein und soll in die Luft geschossen haben, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Die Berichterstattung in- und ausländischer Medien war erneut massiv behindert.

Für eine weitere Zuspitzung sorgten Berichte staatlicher Medien, wonach sich ein Selbstmordattentäter vor dem Mausoleum von Ajatollah Khomeini im Süden Teherans in die Luft gesprengt hat. Dabei sollen zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden sein. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Ob ein Zusammenhang mit den Massenprotesten besteht, war unklar. Das Mausoleum des islamischen Revolutionsführers Khomeini gilt vielen Iranern als Heiligtum.

Q: N24

RTL Berichtete gerade das es Schießerein gab, und mehrere Gebäude in Teheran brennen sollen.

Benjamin
20.06.2009, 19:22
Es würde mich mal interessieren, auf welcher Seite der Selbstmordattentäter stand.

Mario
20.06.2009, 19:55
Angeblich wurden bei weiteren Schießerein 5 Demonstranten getötet, berichten User aus Iran bei Twitter.

Mario
20.06.2009, 20:21
Wenn die Meldungen bei Twitter nur ännähernd stimmen, ist die Lage viel schlimmer als sie in den Medien dargestellt wird.

Mario
21.06.2009, 12:25
Lage spitzt sich zu
Mehrere Tote bei Unruhen im Iran

Tränengas, Wasserwerfer, fliegende Steine und Verletzte: Die Lage im Iran eskaliert immer mehr. Allein am Samstag sollen 13 Menschen ums Leben gekommen sein, berichtet das staatliche Fernsehen.

Bei den Unruhen im Iran sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete der staatliche Fernsehsender Press TV. Unter anderem hätten die Unruhestifter zwei Krankenhäuser und eine Militärkaserne angezündet.

Der US-Fernsehsender CNN sprach unter Berufung auf «Krankenhauskreise» von 19 Toten.

Q: N24

Mario
21.06.2009, 18:50
Neue Informationen : Mussawi erklärte in einer Rede, das er bis zu seinem Tod weiterkämpfen werde.

Oppositionelle sprechen mittlerweile sogar von mehr als 40 Toten insgesamt im ganzen Land.

Mario
22.06.2009, 07:57
Wächterrat stellt Unregelmäßigkeiten fest

Der Wächterrat hat Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen am 12. Juni im Iran festgestellt. Wie der iranische Fernsehsender Press TV am Sonntag auf seiner Internetseite berichtete, habe es in 50 Städten mehr Wähler als Wahlberechtigte gegeben. Der Sprecher des Wächterrats sagte im Fernsehsender IRIB, die Unregelmäßigkeiten beträfen mehr als drei Millionen Stimmen. Es müsse jedoch noch geprüft werden, ob diese Stimmen für den umstrittenen Wahlausgang entscheidend gewesen seien, betonte der Sprecher.

kirsten
22.06.2009, 11:04
Irans Wächterrat stellt Wahlbetrügereien fest

Ein Eingeständnis - und keine Konsequenzen: Bei den Wahlen in Iran hat es Unregelmäßigkeiten gegeben, das stellt nun auch der mächtige Wächterrat fest. Insgesamt wurden demnach drei Millionen Stimmzettel zu viel abgegeben. In der Logik des Rates hat das den Ausgang aber "nicht erkennbar" geändert.
Teheran - Der mächtige Wächterrat hat die Vorwürfe der Demonstranten in Iran zumindest in Teilen bestätigt, hält die Wahl aber insgesamt weiter für gültig.

Die Stimmabgabe in diesen Regionen habe den Ausgang der Wahl aber "nicht erkennbar" geändert, so der Sprecher.


spiegel.de

Mario
22.06.2009, 16:24
http://www.bild.de/BILD/politik/2009/06/22/proteste-im-iran-neues-video/von-neda-vor-ihrem-tod-in-teheran.html

:neinnein:

Mario
22.06.2009, 16:24
Im Iran haben erneut mehrere hundert Anhänger der Opposition gegen das amtliche Ergebnis der umstrittenen Präsidentenwahl protestiert. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten in Teheran ein und feuerte Warnschüsse ab. Die Revolutionsgarden, die mächtigsten Streitkräfte des Irans, hatten zuvor den Demonstranten mit der Zerschlagung möglicher weiterer Proteste gedroht.

Mario
22.06.2009, 17:48
Italiens Botschaft offen für Verletzte

Als erstes Land wies Italien seine Botschaft in Teheran an, Demonstranten zu helfen, die bei den Protesten im Iran verletzt worden sind. Die Botschaft solle humanitäre Hilfe leisten, wo auch immer dies notwendig sei, teilte Außenminister Franco Frattini mit.

Mario
23.06.2009, 20:07
Es soll heute wieder mehrere Tote im Iran gegeben haben.

Aktuelle Lage laut übereinstimmenden Twitter Berichten : "Überall brennen Straßen Barkaden und Autos. Man hört oft Schüsse. Die Stadt ist voller Polizei und Milizen die mit Tränengas schießen"

Mario
24.06.2009, 11:05
Die Machthaber im Iran haben den Druck auf den unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mir-Hossein Mussawi weiter erhöht. Rund 25 Mitarbeiter seiner Zeitung „Kalemeh Sabs“ wurden festgenommen, wie ein Mitglied der Chefredaktion des Blattes sagte. „Fünf oder sechs Mitarbeiter aus der Verwaltung, der Rest sind Journalisten“, sagte Aliresa Beheschti der Nachrichtenagentur AFP. Sie seien alle ohne Haftbefehl mitgenommen worden.

Mario
24.06.2009, 14:46
Fußballer aus Nationalteam geworfen

Das Ahmadinedschad-Regime schüchtert seine Gegner ein. Nicht nur mit roher Gewalt auf den Straßen! Vier Spieler der Fußball-Nationalmannschaft, die während des WM-Qualifikationsspiels in Südkorea mit einer grünen Armbinde ihre Unterstützung für Mussawi bekundeten, wurden jetzt aus dem Team geworfen, berichtet die israelische Tageszeitung „Haaretz“. Unter den gesperrten Fußballern soll auch der Eintracht-Frankfurt-Star und Kapitän der Nationalmannschaft Mehdi Mahdavikia (31) sein. Er war der einzige, der seine grüne Armbinde trotz Druck der Funktionäre auch in der zweiten Halbzeit trug.

Ebenfalls ausgeschlossen: Ex-FC-Bayern-Star Ali Karimi (30) und Vahid Hashemian (32), der beim VfL Bochum spielt. Die Spieler sollen ein Interviewverbot erhalten haben, berichtet der britische „Guardian“.

yeti
24.06.2009, 16:49
Die vier Spieler haben meinen allergrößten Respekt!

Mario
24.06.2009, 19:22
Interview mit Shirin Neshat :

http://www.bild.de/BILD/politik/2009/06/24/iran-kuenstlerin-shirin-neshat/ueber-die-mutigen-frauen-von-teheran.html

yeti
24.06.2009, 19:44
Gibts da schon was bei Facebook?

Ich denke es wäre für die Menschen da toll wenn sie sehen dass Leute aus aller Welt an sie denken und sie unterstützen!

Mario
24.06.2009, 19:57
Hm.. was meinst du genau?

yeti
24.06.2009, 20:00
So in der Art wie meine Signaturen...

Mario
24.06.2009, 20:07
http://www.facebook.com/home.php#/pages/IRAN/18297877889?v=wall&viewas=1606354932

Laut einer Schätzung kamen in den letzten Tagen 30 Menschen ums Leben.

Mario
25.06.2009, 14:35
Mussawi beklagt Abschottung von Anhängern

"Unsere Proteste sind gerecht": Irans Oppositionsführer Mussawi kündigt auf seiner Website weiteren Widerstand gegen das Regime an - und beschuldigt die Machthaber, ihm den Zugang zu seinen Anhängern zu verwehren. Diese falsche Strategie könne zu neuer Gewalt führen.

Demonstranten werden niedergeknüppelt, noch bevor sie sich zu Protesten versammeln können - und Oppositionsführer Hossein Mussawi kann kaum noch frei agieren. Auf seiner Website teilte der Politiker jetzt mit, dass er kaum noch die Möglichkeit habe, mit seinen Anhängern in Kontakt zu treten.

Mussawi sagte, er wolle trotz des anhaltenden Drucks des Regimes weiterkämpfen. Eine Fortsetzung der friedlichen und "gerechten" Proteste werde "garantieren, dass wir unsere Ziele erreichen." Verantwortlich für das Blutvergießen seien jene, die auch die Wahlergebnisse gefälscht hätten.

Einen für heute angekündigten Trauermarsch sagte Mussawi ab.


Q: Spiegel.de

fraennie
26.06.2009, 15:34
Geistlicher fordert Tod der "Rädelsführer"

Einer der einflussreichsten Geistlichen Irans verlangt "rücksichtslose" Strafe für die Anführer der Proteste nach der Wahl - und verurteilt "Krokodilstränen" im Ausland.
[/URL]
In Iran hat der einflussreiche Geistliche Ahmed Chatami für die Anführer der Proteste die Todesstrafe gefordert. "Ich will, dass die Justiz die Rädelsführer hart und ohne Gnade bestraft, um allen eine Lektion zu erteilen", sagte er beim Freitagsgebet in Teheran. "Nach islamischem Recht muss derjenige, der gegen den islamischen Staat kämpft, als Mohareb bestraft werden." Einem solchen "Feind Gottes" droht die Todesstrafe.

[URL="http://www.sueddeutsche.de/,ra1m1/politik/19/473533/text/"]vollständiger Artikel: SZ (http://www.sueddeutsche.de/politik/19/473533/zoom_0_0/)


Ich kann meine Wut über solche Aussagen nicht in Worte fassen, also versuche ich es gar nicht erst.

Nadl
26.06.2009, 16:04
Geistlicher fordert Tod der "Rädelsführer"

Einer der einflussreichsten Geistlichen Irans verlangt "rücksichtslose" Strafe für die Anführer der Proteste nach der Wahl - und verurteilt "Krokodilstränen" im Ausland.

In Iran hat der einflussreiche Geistliche Ahmed Chatami für die Anführer der Proteste die Todesstrafe gefordert. "Ich will, dass die Justiz die Rädelsführer hart und ohne Gnade bestraft, um allen eine Lektion zu erteilen", sagte er beim Freitagsgebet in Teheran. "Nach islamischem Recht muss derjenige, der gegen den islamischen Staat kämpft, als Mohareb bestraft werden." Einem solchen "Feind Gottes" droht die Todesstrafe.

vollständiger Artikel: SZ (http://www.sueddeutsche.de/,ra1m1/politik/19/473533/text/)


Ich kann meine Wut über solche Aussagen nicht in Worte fassen, also versuche ich es gar nicht erst.

wirklich unfassbar

senryu
26.06.2009, 16:17
Chatami hat eh komplett einen an der Waffel. Schade ist nur, dass solche Spinner der Welt ein völlig falsches Bild vom Iran vermitteln. :S

Nadl
26.06.2009, 16:23
jap laut dem kunden von nem freund von mir isses da garnet so shclimm grad... aber der darf vielleicht auhc nix anderes sagen :S
aber echt irgendwie arm das man menschen die naders sind und anders denken nihct akzeptieren kann und sie sofort uaf dauer "ruhigstellen" will... diese erfahrung hat unser land im 2. weltkrieg gemacht ob die mehrheit der islamischen länder das denken wohl jemals ablegen wird?!

senryu
26.06.2009, 16:27
ich hab mit etlichen Leuten aus dem Iran studiert. Wenn du nicht direkt aus Teheran kamst, wars eh schon immer bissi anders.

Nika
27.06.2009, 00:25
Ajatollah :down: :down: :down:

Mario
28.06.2009, 12:04
Konflikt im Iran

Mussawi lehnt Angebot des Wächterrats ab


Oppositionsführer Mussawi hat klargestellt: Es gibt für ihn keine andere Lösung des Konflikts im Iran als die Annullierung der Wahl. Damit wies er ein Kompromissangebot des Wächterrats zurück.

Der iranische Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi hat einen Kompromissvorschlag des mächtigen Wächterrats im Streit über das Ergebnis der Präsidentenwahl abgelehnt. Die Unregelmäßigkeiten überstiegen bei weitem zehn Prozent der abgegebenen Stimmen, die das Kontrollgremium überprüfen lassen will, schrieb Mussawi am Samstag auf seiner Internetseite. Eine Überprüfung nur dieser Stimmen, würden nicht dazu beitragen, das Vertrauen des Volkes wiederherzustellen.

Q:N24

Nika
28.06.2009, 12:07
"Die iranische Regierung muss verstehen, dass die ganze Welt sie beobachtet." President Obama

Mario
28.06.2009, 19:45
Briten außer sich

Iran nimmt Botschaftspersonal fest

Im Iran sind neun einheimische Mitarbeiter der britischen Botschaft festgenommen worden. Ihnen wird eine aktive Rolle bei den Unruhen nach der Präsidentenwahl vorgeworfen. London ist außer sich.

Der Iran hat am Wochenende mehrere Mitarbeiter der britischen Botschaft in Teheran festgenommen und damit im Westen eine Welle der Empörung ausgelöst. Bei den Festgenommenen handelt es sich um iranische Staatsbürger. Ihnen wird laut Medienberichten vorgeworfen, bei den Protesten nach der Präsidentenwahl eine "bedeutende Rolle" gespielt zu haben. Unterdessen dauerten die Demonstrationen gegen die umstrittene Präsidentenwahl an.


Q:N24

Mario
28.06.2009, 19:46
Demonstranten leisten Widerstand

In Teheran kam es am Sonntag laut Augenzeugen zu Zusammenstößen zwischen mehreren tausend Demonstranten und der Polizei. Die Polizisten hätten Tränengas eingesetzt, um die Menge der etwa 3.000 Oppositionsanhänger aufzulösen. Diese hätten Widerstand geleistet und gerufen: "Wo ist meine Stimme?" Die Augenzeugen sagten, einige Demonstranten hätten Arm- und Beinbrüche erlitten. Jüngere Teilnehmer der Protestveranstaltung seien auf die Polizisten losgegangen, nachdem diese eine ältere Frau geschlagen hätten. Zu den Zusammenstößen kam es den Angaben zufolge in der Nähe der Ghoba-Moschee.

Nika
29.06.2009, 18:46
Botschaftspersonal jetzt frei
web page (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,633092,00.html)

Mario
01.07.2009, 14:11
Iran: 1000 Demonstranten festgenommen

Bei den Protesten im Iran sind weitaus mehr Menschen verhaftet worden als bislang bekannt. Nach neuesten Angaben wurden binnen zwei Wochen mehr als 1000 Menschen inhaftiert, viele von ihnen seien aber inzwischen wieder frei, sagte der iranische Polizeichef Ismael Ahmadi-Mogad, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Den Inhaftierten werde nun der Prozess gemacht, viele von ihnen sollen vor die berüchtigten Revolutionsgerichte gestellt werden, wie es hieß. Diese Gerichte sind für schwere Vergehen gegen die nationale Sicherheit zuständig und fällen häufig drakonische Urteile. Nach Angaben des Polizeichefs wurden 20 Demonstranten getötet, frühere Berichte über Tote unter den Sicherheitskräften wies er zurück. Allerdings seien 500 Polizisten verletzt worden.

Mario
09.07.2009, 16:48
In der iranischen Hauptstadt Teheran ist die Polizei am Donnerstag mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen. Wie Augenzeugen berichteten, nahmen in der Nähe der Universität hunderte Menschen an einer Kundgebung zum Gedenken an die Studentenproteste vom 9. Juli 1999 teil. Die Teheraner Behörden hatten Gedenkkundgebungen untersagt. Falls irgendjemand „unter dem Einfluss konterrevolutionärer Fernsehsender“ solche Veranstaltungen vorbereite, werde er „vom Volk zerquetscht“ werden, erklärte der Gouverneur der iranischen Hauptstadt, Mortesa Tamadon, laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Zuvor war in Flugblättern zur Teilnahme an einer Demonstration am Nachmittag vor der Universität in Teheran aufgerufen worden.

Mario
09.07.2009, 22:36
Neue Gewalt gegen Demonstranten

Polizei setzt Tränengans gegen Demonstranten ein

Erstmals seit über einer Woche haben im Iran wieder Anhänger der Opposition gegen das Ergebnis der umstrittenen Präsidentenwahl protestiert. Mehrere hundert Demonstranten zogen durch die Innenstadt von Teheran und skandierten „Tod dem Diktator“.

Zuvor hatte der Gouverneur der Stadt die Anhänger von Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi vor weiteren Protesten gewarnt und mit deren Niederschlagung gedroht.

Falls irgendjemand „unter dem Einfluss konterrevolutionärer Fernsehsender“ solche Veranstaltungen vorbereite, werde er „vom Volk zerquetscht“ werden, erklärte der Gouverneur der iranischen Hauptstadt, Mortesa Tamadon, laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Irna.

Sicherheitskräfte bemühten sich laut Augenzeugen unter Einsatz von Tränengas zunächst vergeblich, die Kundgebungen aufzulösen.
Zu Beginn versammelten sich etwa 300 Oppositionsanhänger in der Nähe der Universität, innerhalb kürzester Zeit wuchs ihre Zahl auf etwa 1000 an. Auch an anderen Plätzen im Stadtzentrum versammelten sich Hunderte Demonstranten. Viele von ihnen trugen Atemschutzmasken in Grün, der Kennfarbe Mussawis.

Dessen Anhänger bemühen sich bereits seit Tagen um eine Wiederbelebung der Protestbewegung gegen den am 12. Juni offiziell wiedergewählten Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad.

Mario
17.07.2009, 15:07
In Teheran flammt der Protest wieder auf

„Tod dem Diktator"

Mussawi-Anhänger versammeln sich zu Freitagsgebet - Hunderttausende auf den Straßen +++ Sicherheitskräfte setzen Tränengas ein

In Irans Hauptstadt haben sich Hunderttausende Anhänger (http://www.facebook.com/video/video.php?v=1203139555809&ref=mf) von Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi (http://www.bild.de/BILD/politik/2009/06/18/iran-wer-ist-mir-hussein-mussawi/der-gegner-von-mahmud-ahmadinedschad.html) zum Freitagsgebet versammelt. Augenzeugen berichten, die Atmosphäre auf den Straßen Teherans sei ausgesprochen angespannt.

Es kam zu Zusammenstößen von Demonstranten und Polizei (http://www.bild.de/BILD/politik/2009/06/24/ermordete-iranerin-neda-das-ist/das-gesicht-der-revolte.html). Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Schlagstöcke ein! Mehrere Personen sollen verhaftet worden sein.
Zahlreiche Demonstranten skandierten „Tod dem Diktator!“ oder „Ahmadinedschad, tritt zurück!“ Es sind die größten Demonstrationen seit knapp einem Monat.

Q: Bild

Mario
17.07.2009, 21:23
Anwälte berichten über 300 Tote

Die Regierung spricht von 15 - 20 Opfern - doch nach Angaben des Internationalen Juristenkomitees wurden bei den Wahlprotesten in Iran 300 Menschen getötet.


Paris/Teheran - Bei der blutigen Niederschlagung der Proteste in Iran nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sind nach Angaben eines internationalen Juristenkomitees 300 Menschen getötet, Tausende verletzt und 10.000 Oppositionelle verhaftet worden.

Die Identitäten von 74 Opfern seien inzwischen festgestellt worden. Ihre Namen stehen in einem am Donnerstag in Paris vorgestellten Bericht des Internationalen Juristenkomitees (IJC), das sich nach den Aufständen vor einem Monat gründete. Staatliche iranische Medien meldeten bislang lediglich sieben Tote am 15. Juni und mindestens zehn weitere Opfer sowie hundert Verletzte am 20. Juni.

Eine Anklage Ahmadinedschads sei möglich, weil sich die Teheraner Regierung massiver Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht habe, sagte IJC-Mitgründer Bourdon. Auch wenn dem Präsidenten keine aktive Rolle beim Vorgehen der Sicherheitskräfte nachgewiesen werden könne, sei er wegen seiner Passivität verantwortlich und müsse zur Rechenschaft gezogen werden.

Q: Spiegel.de

Nika
18.07.2009, 10:16
http://www.spiegel.de/video/video-1012561.html

EDIT: nicht Jackson^^, unten rechts gibt es ein Iran Video

Mario
30.07.2009, 16:40
Irans Polizei löst Trauermarsch mit Knüppeln auf

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/20/0,3672,7610420,00.html

Mario
07.12.2009, 14:22
Wird wieder Blut fließen?

Polizei rüstet sich mit Schlagstöcken und Schusswaffen

Iranische Studenten gehen wieder auf die Straße! Werden die Unmutsbekundungen gegen das Mullah-Regime wieder so blutig enden wie vor einem halben Jahr?

Das Regime reagiert nervös auf die erneuten Proteste: Tausende Polizisten und Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde haben die Universität von Teheran umstellt, um Studenten-Demos zu verhindern.

Bewaffnet mit Tränengas, Schlagstöcken und Schusswaffen marschierten die Sicherheitskräfte am Montag rund um den Campus auf. Laut Augenzeugenberichten musste jeder, der auf das Unigelände wollte, seinen Ausweis vorzeigen.

Auf zahlreichen Websites wurde der Aufruf zu Demonstrationen am Nationalen Studententag verbreitet. Am 7. Dezember wird des Todes von drei Studenten gedacht, die während antiamerikanischer Protesten im Jahr 1953 ums Leben kamen. Traditionell finden am Studententag Kundgebungen statt, die seit einigen Jahren von der Reformbewegung für Proteste genutzt werden.

Außerdem verboten sie ausländischen Journalisten, direkt von der Straße zu berichten. Die Korrespondenten müssen bis Mittwoch in ihren Büros bleiben.

Q: Bild

Mario
07.12.2009, 15:06
Die Polizisten feuert in der Hauptstadt Tränengas auf die Menschen! Mitglieder der gefürchteten iranischen Basidsch-Miliz haben vor der Universität auf Anhänger der Opposition eingeprügelt. Dabei hätten sie laut Augenzeugenberichten Männern und Frauen auf Kopf und Schultern geschlagen.

Mario
07.12.2009, 15:36
http://www.facebook.com/IranElectionNews/posts/185499044732

Mario
21.12.2009, 14:58
Die iranische Opposition hat die Trauerfeier für Großayatollah Hossein Ali Montaseri, den prominentesten regierungskritischen Geistlichen, in eine Protestkundgebung gegen die Führung in Teheran verwandelt. Laut telefonischen Augenzeugenberichten erscholl aus der Menge, die in die Zehntausende ging, immer wieder der Ruf der Opposition: „Tod dem Diktator“. Auf einer Oppositions-Website wurde von Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Steine werfenden Demonstranten vor dem Haus des Verstorbenen berichtet. Mehrere Oppositionelle sollen festgenommen worden sein. Ausländischen Journalisten haben die Behörden die Reise in die heilige Stadt Ghom verboten. Bei der Trauerkundgebung wurden auch Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi und Mahdi Karrubi, ein weiterer prominenter Oppositionspolitiker, gesehen.

AlleluiaGirl
21.12.2009, 15:39
solche fanatischen Länder sind mir irgendwie unheimlich. Wenn ich sowas lese bin ich froh, hier im sicheren Deutschland zu leben wo man wenigstens seine Meinung sagen darf.

Mario
21.12.2009, 22:27
Die Trauerfeiern für den regimekritischen iranischen Großajatollah Ali Montaseri sind von zum Teil massiver Gewalt begleitet worden. Gegner des verstorbenen Regimekritikers hätten den Trauergottesdienst derart gestört, dass er abgebrochen werden musste. Das berichtet die Internetseite des konservativen Präsidentschaftskandidaten Mohsen Resaie. „Etwa 2000 Gegner Montaseris versammelten sich vor der Asam-Moschee und unterbrachen die Gedenkveranstaltung“, meldet die Resaie nahestehende Website Ayande von der Veranstaltung in der Pilgerstadt Ghom. Die Sicherheitskräfte seien nicht gegen die Störer vorgegangen. Die den Reformkräften nahestehende Website Kaleme meldet einen Angriff auf den Wagen des Präsidentschaftskandidaten Mirhossein Mussawi. Einer seiner Begleiter sei von den in Zivil gekleideten Motorradfahrern verletzt worden.

Im Anschluss an die Beisetzung lieferte sich die Polizei Auseinandersetzungen mit Trauergästen, wie die Internetseite "Kaleme.org" berichtete. Die Regierungskritiker hätten Polizisten mit Steinen beworfen und an die Adresse von Präsident Mahmud Ahmadinedschad in Sprechchören skandiert: "Tod dem Diktator“. Mehrere Oppositionelle sollen festgenommen worden sein. Die Polizei soll Warnschüsse abgefeuert und Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt haben. Mussawis Auto sei auf der Rückfahrt von Ghom von Motorradfahrern attackiert worden, hieß es auf "Kaleme" weiter. Einer der Begleiter des Politikers sei verletzt worden.

Mario
23.12.2009, 12:57
Tausende auf der Straße

Im Iran eskalieren die Proteste gegen die Regierung. Auf Internetseiten der Reformbewegung wurden Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in Isfahan und Nadschafabad gemeldet, dem Geburtsort des am Samstag verstorbenen Großajatollahs Hossein Ali Montaseri. Dabei wurden allein in Isfahan mindestens 50 Menschen festgenommen und viele andere verletzt, wie die Website Parlemannews meldete. Irans Polizeichef Esmail Ahmadi-Mokadam kündigte laut einer Meldung der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars ein hartes Vorgehen gegen die Proteste an.

Die Demonstranten hatten sich zu Gedenkkundgebungen für Montaseri versammelt, als es zu den Zusammenstößen kam. Unter den in Isfahan Festgenommenen waren Parlemannews zufolge auch vier Journalisten. In der zentraliranischen Stadt hätten Sicherheitskräfte in Zivil auch das Haus des reformorientierten Geistlichen Dschalaleddin Taheri umstellt, meldete die Internetseite Jaras. Die Polizei habe Tränengas verschossen, um die Menge zu zerstreuen.

In Nadschafabad dauerten die Auseinandersetzungen seit Dienstagabend an, berichtete Jaras. "Die Lage in der Stadt ist gespannt. Die Menschen rufen Parolen gegen die Regierung", hieß es in dem Bericht.

N-TV

mlf
23.12.2009, 17:39
könnte auch von demos in kopenhagen sein, der bericht. die bilder sind ja fast dieselben.
nur wenn die iraner das machen ist es böse, wenn europäer das tun, waren die "chaoten" schuld...

Mario
24.12.2009, 01:48
Kopenhagen war doch total lächerlich...

Mario
27.12.2009, 17:17
Gewaltausbruch in Teheran

Mussawi Neffe angeblich getötet

Die erneuten Demonstrationen im Iran gegen Präsident Ahmadinedschad kosten nach Angaben der Opposition mehrere Menschenleben. Unter den Toten soll auch der Neffe des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mussawi sein. Die Polizei dementiert bislang jegliche Berichte über Todesopfer.

Bei Massenprotesten der Regierungsgegner im Iran sind nach Angaben der Opposition mehrere Demonstranten getötet worden, unter ihnen ein Neffe von Oppositionsführer Mir-Hossein Mussawi. Das meldeten die regimekritischen Internet-Seiten Parlemannews und Rahesabs. Zehntausende Demonstranten beteiligten sich am Wochenende trotz eines Großeinsatzes der Sicherheitskräfte an einer der größten Protestaktionen seit dem Sommer.

Sejed Ali Mussawi sei gegen Mittag von einer Kugel nahe am Herzen getroffen worden und nach seiner Einlieferung in das Ebnesina-Krankenhaus gestorben, berichtet Parlemannews. Demnach eilten seine Eltern sowie sein Onkel Mir-Hossein Mussawi in das Krankenhaus. Mir-Hossein Mussawi hatte bei der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Juni gegen Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad verloren.

Allein in Teheran wurden nach Angaben von der oppositionellen Internet-Seite Rahesabs vier Demonstranten von Sicherheitskräften erschossen, was die Polizei bestreitet. Die Demonstranten richteten ihren Ruf "Tod dem Diktator" gegen Staatschef Mahmud Ahmadinedschad.

Drei der vier getöteten Demonstranten seien auf der großen Verbindungsachse Enghelab von "direkten Schüssen" der Sicherheitskräfte getroffen worden, hieß es bei Rahesabs unter Berufung auf einen eigenen Reporter, der dies mitangesehen habe. Beide Seiten gaben übereinstimmend an, dass mehrere Polizisten verletzt wurden.

Die Lage in Teheran war offenbar stundenlang völlig unübersichtlich. Die Sicherheitskräfte, die von den regierungstreuen Bassidsch-Milizen unterstützt wurden, setzten nach Angaben von Augenzeugen Tränengas ein, von Seiten der Demonstranten wurden Steine geworfen und Barrikaden errichtet, etwa am Asadi-Platz. Mehrere Polizeifahrzeuge wurden den Berichten zufolge in Brand gesetzt.

Die regierungskritische Internetseite "Jaras" berichtet ebenfalls, dass die Polizei in Teheran das Feuer auf Anhänger der Reformbewegung eröffnet habe. Außerdem sollen sich Polizisten Befehlen widersetzt haben, hart gegen Demonstranten vorzugehen, meldet "Jaras". "Die Polizisten weigern sich, die Befehle ihrer Vorgesetzten zu erfüllen und auf Demonstranten im Zentrum zu schießen", hieß es. "Einige versuchen, in die Luft zu schießen, wenn sie von ihren Vorgesetzten unter Druck gesetzt werden."

N-TV

Mario
27.12.2009, 18:36
Aktuell ist die Rede von 8 Toten. 4 Tote offiziel bestätigt.

Zur Stunde ist es schwierig, sich ein vollständiges Bild über die Lage im Iran zu machen. Denn Zusammenstöße werden nicht nur aus der Hauptstadt gemeldet, sondern auch aus Isfahan, Täbriz und Najafabad, der Heimatstadt des am vergangenen Sonntag verstorbenen oppositionellen Großajatollahs Hossein Ali Montaseri. Allem Anschein nach haben Wut und Gewalt – auch unter den Demonstranten - zugenommen. Mehrere Polizisten wurden von ihnen überwältigt. Sie bekamen von den Demonstranten nicht nur ihre Schlagstöcke und Sicherheitswesten abgenommen, sondern sogar ihre Schuhe. Zudem wurden Autos, Motorräder der Polizei sowie Abfalleimer angezündet.

Viele der Jugendlichen riefen Parolen, die denen der Revolutionäre vor 30 Jahren ausgesprochen ähnlich waren. Sie seien bereit, im Kampf gegen das islamistische System zu sterben. Gleichzeitig riefen sie: "Nieder mit dem Betrügerstaat. Unser Sieg steht kurz bevor." Die Proteste gegen die Regierung Ahmadinedschad, die laut Demonstranten bis in die Nacht hinein weitergehen sollen, halten seit vergangenem Sonntag an, als Großajatollah Montaseri starb. Er galt als der angesehenste Theologe des Landes und massivste Kritiker des Systems.

Mario
28.12.2009, 13:20
„Tod dem Diktator“

Massenproteste weiten sich aus +++ Staatsfernsehen meldet 15 Tote +++ Können die Demonstranten den Irren von Tehern stürzen?

Die gewaltsamen Proteste im Iran – allein am Sonntag sollen dabei 15 Menschen getötet worden sein, berichtete das Staatsfernsehen. Unter den Toten auch der Neffe von Ahmadinedschad-Gegner Mir-Hossein Mussawi (68) (http://www.bild.de/BILD/politik/2009/06/18/iran-wer-ist-mir-hussein-mussawi/der-gegner-von-mahmud-ahmadinedschad.html). Laut Opposition wurden mehrere Vertraute von Ex-Präsident Mohammed Chatami (65) (http://www.bild.de/BILD/politik/2009/08/02/iran-prozess/khatami-kritisiert-prozess-gegen-demonstranten-ex-praesident.html) und Mussawi verhaftet.


http://www.bild.de/BILD/politik/2009/12/28/iran-revolte-massen-proteste-in-teheran/ahmadinedschad-gegner-skandieren-tod-dem-diktator.html

Mario
28.12.2009, 13:53
Die Opposition im Iran wirft der Regierung vor, bei den jüngsten Protesten die Tötung von Demonstranten angeordnet zu haben. "Was ist mit diesem religiösen System passiert, dass es die Tötung von Unschuldigen am Heiligen Tag von Aschura befiehlt?" erklärte der gemäßigte Kleriker Mehdi Karubi am Montag auf der regierungskritischen Website Jaras. Die Opposition berichtete über erneute Zusammenstöße aus der Hauptstadt und die Festnahme von Beratern des Oppositionsführers Mir Hussein Mussawi. Auch der regierungskritische Ex-Außenminister Ebrahim Jasdi sei in Haft genommen worden, meldete Jaras weiter.

Nach einem Bericht der Oppositions-Website Norooz gingen diese auch am Montag weiter. Die Polizei habe Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt, die sich vor einem Krankenhaus im Westen Teherans versammelt hätten.

Mario
30.12.2009, 14:05
Im Iran sind Hunderttausende Anhänger der Regierung bei staatlich organisierten Großdemonstrationen auf die Straßen gegangen, um gegen die Opposition zu demonstrieren. Solidaritätskundgebungen für den umstrittenen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad gab es in der Hauptstadt Teheran und anderen Städten, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Drei Tage nach den blutigen Ausschreitungen zwischen Gegnern der Regierung und Sicherheitskräften mit acht Toten versammelten sich allein in Teheran zehntausende Regierungsanhänger. Unbestätigten Berichten zufolge wollen sie vor einem der Büros von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi in Teheran so lange einen Sitzstreik abhalten, bis der Politiker festgenommen wird. Bei der Kundgebung riefen die Demonstranten „Tod Mussawi“. Auch Rufe wie „Nieder mit den USA, Israel und Großbritannien“ wurden laut.

Mario
01.01.2010, 17:12
Unruhen im Iran

Mussawi will notfalls sterben

Der Konflikt im Iran spitzt sich zu. In Teheran kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Polizei und oppositionellen Demonstranten. Nach unbestätigten Meldungen sind jetzt sogar Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge zur Unterstützung der Regierung in die iranische Hauptstadt unterwegs.

Der iranische Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi hat in einer ersten Reaktion auf die jüngsten Unruhen erklärt, er sei bereit, für die Rechte des iranischen Volkes zu sterben. Der Leiter der Grünen Bewegung sagte in einer Stellungnahme auf kaleme.org, er zögere nicht, für die Umsetzung der religiösen und nationalen Rechte des Volkes zum Märtyrer zu werden. Nach den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten hatten Unterstützer des umstrittenen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad die Verhaftung Mussawis und des oppositionellen Geistlichen Mehdi Karrubi gefordert. Einige verlangten sogar ihre Hinrichtung.

Nach Angaben der oppositionellen Internetseite Jaras ging die Polizei mit Tränengas gegen Demonstranten vor, die auf einem Platz im Zentrum Teherans gegen die Regierung protestieren wollten. Auf mehreren zentralen Plätzen seien Sicherheitskräfte aufmarschiert, um eine geplante Demonstration zu verhindern. Außerdem seien Soldaten und gepanzerte Fahrzeuge auf dem Weg nach Teheran. Dies bestritten Regierungsvertreter jedoch. Bislang sind gegen die Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni keine Soldaten eingesetzt worden.

"Mein Blut ist von derselben Farbe wie das meiner (getöteten) Unterstützer. Aber es wird keine Probleme lösen, wenn man alle Mussawis und Karrubis umbringt, denn der Protest des Volkes hat mittlerweile eine Eigendynamik entwickelt", sagte Mussawi. Die Menschen gingen von sich aus auf die Straße. Mussawi erklärte, mit den Repressionen erreiche die iranische Führung nichts.

N-TV

Mario
09.01.2010, 19:29
Ebadi: Irans Regime wird gestürzt

Die zunehmend gewaltsame Niederhaltung oppositioneller Demonstrationen im Iran führt die Menschrechtsaktivistin Schirin Ebadi auf Angst in der Regierung zurück. Sie fordert den Westen zu einem Menschenrechtsdialog mit dem Land auf.

http://www.n-tv.de/politik/Ebadi-Irans-Regime-wird-gestuerzt-article671832.html

Mario
12.01.2010, 15:15
Iranischer Atomphysiker bei Anschlag getötet

Bei einem Bombenanschlag in Teheran ist ein iranischer Atomphysiker ums Leben gekommen. Die Regierung macht die USA, Israel und "deren Agenten" für das Attentat verantwortlich.

Ein oppositionsnaher iranischer Atomwissenschaftler ist bei einem Bombenanschlag vor seinem Haus in Teheran getötet worden. Die iranische Regierung machte den Westen für die Bluttat verantwortlich, auf einer Website wurden konkret die USA und Israel beschuldigt.

Massud Ali Mohammadi war amtlichen Medienberichten zufolge auf dem Weg zur Arbeit, als er bei der Explosion eines ferngezündeten Sprengsatzes in den Tod gerissen wurde. Auf der Website des staatlichen Fernsehens hieß es mit Blick auf die USA, der Atomphysiker sei einem "Terroranschlag von Gegenrevolutionären und Elementen der Arroganz" zum Opfer gefallen. Die Sicherheitskräfte hätten Ermittlungen aufgenommen.

Offen für Mussawi ausgesprochen

Der Atomforscher hatte sich bei der Präsidentenwahl im Juni offen für Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi ausgesprochen. Sein Name erschien vor der Abstimmung auf reformorientierten Websites zusammen mit denen von rund 240 Hochschullehren, die den Herausforderer von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad unterstützten. Die Teheraner Universität, an der er unterrichtete, stand im Zentrum von Studentenprotesten gegen die Regierung.

N24

Mario
11.02.2010, 13:24
Jahrestag Iran-Revolution 1979


Schüsse auf Demonstranten bei Jubiläumsfeier der Mullahs

+++ Hunderttausende Iraner auf den Strassen +++

Der Iran bebt – schon wieder! Zu den Feiern des 31. Jahrestages der Islamischen Revolution haben sich Hunderttausende auf den Straßen von Teheran versammelt. Unter ihnen auch viele Gegner von Präsident Ahmadinedschad. Die Opposition berichtet von Schüssen!

Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder von Menschenmassen, die zum Friedensplatz im Zentrum der Hauptstadt strömten. Dort hielt Präsident Mahmud Ahmadinedschad (53) eine Rede, pries die Revolution von 1979 und erklärte den Iran offiziell zum Atomstaat (http://www.bild.de/BILD/politik/2010/02/09/atomstreit-iran/startet-uran-anreicherung.html)! Die ersten Mengen Uran wären bereits auf 20 Prozent angereichert, verkündete der „Irre von Teheran“. Außerdem werde die iranische Produktion von auf 3,5 Prozent angereichertem Uran demnächst „verdreifacht“, sagte Ahmadinedschad.

Der Iran habe sogar die technischen Möglichkeiten zur Uran-Anreicherung auf mehr als 80 Prozent – was unter Umständen für eine Atombombe (http://www.bild.de/BILD/politik/2010/02/08/iran-atomstreit/kann-die-bombe-auch-uns-treffen.html) reichen würde. Da sein Land diesen Anreicherungsgrad aber nicht benötige, werde dies auch nicht gemacht, sagte der Präsident.
„Sicherheitskräfte haben im Stadtzentrum von Teheran das Feuer auf Demonstranten eröffnet und setzen Tränengas ein“, berichtet die oppositionelle Internetseite „Green Voice“ unter Berufung auf Augenzeugen. Sie seien mit Schlagstöcken auf Demonstranten losgegangen.

Gleichzeitig versammelte sich die Opposition um Anführer Mir Hussein Mussawi (68) (http://www.bild.de/BILD/politik/2009/06/18/iran-wer-ist-mir-hussein-mussawi/der-gegner-von-mahmud-ahmadinedschad.html) zu Protesten gegen das Regime. Die Sicherheitskräfte kündigten an, mit eiserner Faust gegen nicht genehmigte Demonstrationen vorzugehen und sie im Keim zu ersticken.
Die oppositionelle Internetseite „Jaras“ meldet, die regimetreuen Basidsch-Milizen hätten die Autos der Oppositionspolitiker Mehdi Karubi und Mohammed Chatami attackiert.



Laut „Jaras“ wurden der Bruder des ehemaligen Präsidenten Chatami, Mohammed-Resa Chatami, und dessen Frau Sahra Eschraki festgenommen.

Die Demonstranten riefen „Tod dem Diktator!“ und „Hab keine Angst, wir stehen zusammen!“. Auf dem Videoportal YouTube waren Proteste in U-Bahnen, auf Straßen und Plätzen zu hören.

http://www.bild.de/BILD/politik/2010/02/11/iran-jahrestag-islamische-revolution/blutige-revolte-gegen-jubilaeumsfeier-der-mullahs.html

Mario
18.02.2010, 21:20
Münchener Rück, Alianz und Siemens ziehen sich aus dem Iran zurück. Mit einem heutigen Bericht das der Iran anfangen soll, an einer Atombombe zu bauen, wird es wohl bald einen Militärschlag geben.