Benjamin
03.08.2009, 00:07
Einer von Verenas Beiträgen zum Thema Dressurreiten hat mich gerade auf diese Threadidee gebracht:
Hast du schon einmal auf einem Pferd gesessen? Schon einmal probiert, so zu reiten, dass das Genick des Pferdes der höchste Punkt ist, die Hinterhand unter dem Schwerpunkt tritt?
Wenn nein, dann behaupte nicht, dass es kein Sport is...
und btw: Sport heißt nicht nur körperliche Anstrengung ;)
Nicht, dass ihr jetzt denkt, ich hätte all zu schlimm übers Dressurreiten gelästert... seit ich im alten Forum einen Thread übers Frauenboxen eröffnet habe, der nicht eben gut angekommen ist, halte ich mich in der Hinsicht etwas zurück.
Dennoch finde ich die Frage nicht uninteressant: Wovon hängt es eigentlich ab, ob eine... hm, Tätigkeit als Sport bezeichnet wird oder nicht? Kaum jemand würde widersprechen, wenn ich sage, Marathonlauf ist ein Sport. Oder Fußball. Und ebenso würde kaum jemand widersprechen, wenn ich sage, Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen sei kein Sport. Aber es gibt doch einige Disziplinen, bei denen sich die Geister scheiden: Schach zum Beispiel - oder auch Autorennen. Bei beiden Disziplinen kann man sowohl Leute finden, die es für einen Sport halten... aber auch solche, für die es kein Sport ist.
Nun ist mir völlig bewusst, dass wir hier keine einheitliche Definition dafür finden, was denn nun eine Tätigkeit zum Sport macht - aber ich würde gern mal eure persönliche dazu Meinung hören.
Für mich sind es im Wesentlichen zwei Dinge, die eine Tätigkeit zum Sport machen: Körperliche Anstrengung muss eine wesentliche Rolle spielen. Nun ist es natürlich bei vielen Spielen so, dass sie unter Umständen körperlich anstrengend sein können - so habe ich beispielsweise unlängst von einem Schachturnier gelesen, bei dem die Akteure 30 Stunden am Stück spielen mussten. Ich bezweifle nicht, dass das körperlich anstrengend ist - dennoch spielt beim Schach im Allgemeinen die körperliche Anstrengung gegenüber der geistigen Anstrengung eine untergeordnete Rolle, weswegen ich Schach nicht als Sport betrachte.
Der zweite wichtige Punkt ist für mich der Wettkampfcharakter. Ein wesentliches Element eines Sports ist für mich, dass sich zwei oder mehr Leute in einer Disziplin messen, um herauszufinden, wer denn der beste ist. Zur Not würde ich es auch noch akzeptieren, wenn eine einzelne Person quasi nur einen Wettkampf gegen sich selbst macht und so überprüfen kann, ob sie sich im Laufe der Zeit verbessert oder nicht. Herausfallen würden auf diese Weise alle Arten von körperlicher Arbeit, wo es ja gerade nicht um den Wettkampf um seiner Selbst geht - aber auch so etwas wie Jogging, zumindest, wenn der Jogger dabei nicht auf die Uhr schaut.
Ein dritter Punkt ist für mich auch etwas fraglich: Was geschieht, wenn die Tätigkeit zwar anstrengend ist, aber die eigentliche Arbeit nicht von dem Menschen geleistet wird? Damit schließt sich der Kreis - denn damit sind wir nicht nur beim Motor"sport" sondern auch wieder beim Pferde"sport" angelangt.
Nun denn - wie seht ihr das?
Hast du schon einmal auf einem Pferd gesessen? Schon einmal probiert, so zu reiten, dass das Genick des Pferdes der höchste Punkt ist, die Hinterhand unter dem Schwerpunkt tritt?
Wenn nein, dann behaupte nicht, dass es kein Sport is...
und btw: Sport heißt nicht nur körperliche Anstrengung ;)
Nicht, dass ihr jetzt denkt, ich hätte all zu schlimm übers Dressurreiten gelästert... seit ich im alten Forum einen Thread übers Frauenboxen eröffnet habe, der nicht eben gut angekommen ist, halte ich mich in der Hinsicht etwas zurück.
Dennoch finde ich die Frage nicht uninteressant: Wovon hängt es eigentlich ab, ob eine... hm, Tätigkeit als Sport bezeichnet wird oder nicht? Kaum jemand würde widersprechen, wenn ich sage, Marathonlauf ist ein Sport. Oder Fußball. Und ebenso würde kaum jemand widersprechen, wenn ich sage, Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen sei kein Sport. Aber es gibt doch einige Disziplinen, bei denen sich die Geister scheiden: Schach zum Beispiel - oder auch Autorennen. Bei beiden Disziplinen kann man sowohl Leute finden, die es für einen Sport halten... aber auch solche, für die es kein Sport ist.
Nun ist mir völlig bewusst, dass wir hier keine einheitliche Definition dafür finden, was denn nun eine Tätigkeit zum Sport macht - aber ich würde gern mal eure persönliche dazu Meinung hören.
Für mich sind es im Wesentlichen zwei Dinge, die eine Tätigkeit zum Sport machen: Körperliche Anstrengung muss eine wesentliche Rolle spielen. Nun ist es natürlich bei vielen Spielen so, dass sie unter Umständen körperlich anstrengend sein können - so habe ich beispielsweise unlängst von einem Schachturnier gelesen, bei dem die Akteure 30 Stunden am Stück spielen mussten. Ich bezweifle nicht, dass das körperlich anstrengend ist - dennoch spielt beim Schach im Allgemeinen die körperliche Anstrengung gegenüber der geistigen Anstrengung eine untergeordnete Rolle, weswegen ich Schach nicht als Sport betrachte.
Der zweite wichtige Punkt ist für mich der Wettkampfcharakter. Ein wesentliches Element eines Sports ist für mich, dass sich zwei oder mehr Leute in einer Disziplin messen, um herauszufinden, wer denn der beste ist. Zur Not würde ich es auch noch akzeptieren, wenn eine einzelne Person quasi nur einen Wettkampf gegen sich selbst macht und so überprüfen kann, ob sie sich im Laufe der Zeit verbessert oder nicht. Herausfallen würden auf diese Weise alle Arten von körperlicher Arbeit, wo es ja gerade nicht um den Wettkampf um seiner Selbst geht - aber auch so etwas wie Jogging, zumindest, wenn der Jogger dabei nicht auf die Uhr schaut.
Ein dritter Punkt ist für mich auch etwas fraglich: Was geschieht, wenn die Tätigkeit zwar anstrengend ist, aber die eigentliche Arbeit nicht von dem Menschen geleistet wird? Damit schließt sich der Kreis - denn damit sind wir nicht nur beim Motor"sport" sondern auch wieder beim Pferde"sport" angelangt.
Nun denn - wie seht ihr das?