PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bundeswehreinsatz beenden?


Mario
18.08.2009, 14:42
International Security Assistance Force

Truppenstärke : 3.800 Soldaten

Beginn : Januar 2002

Ende : Unbekannt

Verluste : 30 Soldaten

Deutschland übernimmt innerhalb der Nato Schutzgruppe die Verantwortung für die Nordregion. Sechs Tornado-Aufklärungsflugzeuge sowie schweres Gerät unterstützen die Mission. Aufgaben sind insbesondere Herstellung und Wahrung der inneren Sicherheit, Lufttransporte und medizinische Evakuierung verletzter Soldaten.

Früher war der Norden Afghanistan´s eine ruhige Landschaft. Doch mittlerweile muss die Bundeswehr sich immer öfters Verteidigen. Die Taliban gewinnt wieder immer mehr Kontrolle in Afghanistan. Der Monat Juli (2009) war der Verlustreichste der Geschichte des Afghanistan Einsatzes. Herr Steinmeier spricht davon das der Einsatz noch mehrere Jahre andauern kann. Aber momentan hat man so gut wie Nichts erreicht, wird sich das je ändern?

Arwen
18.08.2009, 15:42
meiner meinung nach ist der einsatz verfassungswidrig: die bundeswehr darf nur zu verteidigungszwecken eingesetzt werden. was verteidigen die denn da unten? unsere freiheit? :irre:

in wahrheit befinden sich die soldaten dort unten im krieg, was natürlich kein politiker aus oben genannten grund zugeben würde.

außerdem: warum muss die bundeswehr in einem krieg mitkämpfen, den sie nicht verursacht hat?

Kaethe
19.08.2009, 15:57
Die Bundeswehr muss dort mitkæmpfen, weil sie vølkerrechtlich dazu verpflichtet ist, weil Deutschland ein Mitglied in der Nato ist.

Zur Verfassungsmæssigkeit des Einsatzes: Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass der Einsatz verfassungsgemæss (http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/es20070703_2bve000207.html) ist.

Arwen
19.08.2009, 20:03
Die Bundeswehr muss dort mitkæmpfen, weil sie vølkerrechtlich dazu verpflichtet ist, weil Deutschland ein Mitglied in der Nato ist.


stimmt, aber trotzdem finde ich es nicht richtig.

Sprungbärchen
19.08.2009, 21:56
Ich bin auch für einen sofortigen Abzug der Truppen aus Afghanistan. Aber die Nato ist eben mächtig....

Wishmaster
22.08.2009, 00:38
Wie schon erwähnt wurde, greift hier der Bündnis-Fall über die NATO, sprich die deutsche Bundeswehr ist per Vertrag / Abkommen verpflichtet, sich an friedensbringenden Maßnahmen bzw. "kriegs-schlichtenden" Maßnahmen in Bezug auf die Bündnispartner zu beteiligen.

Es wird allerdings zur Zeit heftig diskutiert, weil die NATO kein klares Ziel oder Ausgang einer solchen Situation definiert/bisher definiert hat.

Naja, wie dem auch sei. Solange werden wir damit leben müssen. Meine persönliche Meinung dazu ist ebenfalls, dass es uns eigentlich am A**** vorbeigehen sollte, was die da unten machen. Aber nein, wir halten unsere Fahne da rein und kassieren dafür viele Tote. Hmm. Ich kenne auch 1-2 Leute aus meinem sagen wir mal weiteren Bekanntenkreis, die durch einen Einsatz im Krisengebiet extrem reich geworden sind. Das Leben das man (manchmal nur kurzzeitig) aufs Spiel setzt, wird TEUER bezahlt. Dafür ist es also auch noch gut. [Ironie off]

Witzig finde ich übrigens, dass so ein Thread von jemandem eröffnet wird, der noch nichtmal im wehrfähigen Alter ist. Ist nicht ironisch gemeint, es zeigt dass Du Dich offensichtlich auch schon vorher mit diesen Themen beschäftigst. Daumen hoch. :up:

Finn-Lady
22.08.2009, 23:09
Ich kenne auch 1-2 Leute aus meinem sagen wir mal weiteren Bekanntenkreis, die durch einen Einsatz im Krisengebiet extrem reich geworden sind. Das Leben das man (manchmal nur kurzzeitig) aufs Spiel setzt, wird TEUER bezahlt. Dafür ist es also auch noch gut. [Ironie off]
:up:

Hmmm, reich? Extrem reich ist ja wohl absolut überzogen. Zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel. Was bleibt bei einem Soldaten, der soviel Not und Elend sehen muß, zurück? Was bei einem, der sehen muß, daß einer seiner Kameraden von Fanatikern in die Luft gesprengt wurde?
Mein Bruder war für 12 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet (als er dorthin ging, gab es das Mandat noch nicht). Er spricht nicht viel über seine Auslandseinsätze, zu denen er verpflichtet wurde. Aber nach Afghanistan (zu der Zeit explodierte die Autobombe vorm Camp Warehouse) hat er sich entschieden, bei der Bundeswehr aufzuhören.
Ich glaube, das Ganze hat ihn mehr psychisch mitgenommen, als er je zugeben würde.
Meine persönliche Meinung ist eigentlich die, das wir nicht überall unsere Soldaten hinschicken sollten. (Der Krieg auf dem Balkan stellte ja schon den ersten Einsatz für unsere Bundeswehr dar.)
Der Feldzug der USA nach dem 11. September 2001 ist eigentlich schon eine Frage des Sinns/Unsinns an sich. Aber es ist ja Fakt, daß die USA in einem falsch verstandenen Patriotismus eine Rachfeldzug führte und immer alles niederbombte, und die anderen NATO- Länder müssen das Geld zum Wiederaufbau geben und ihre Soldaten schicken. Richtige Veranlassung für die Kriege gegen den Irak und Afghanistan gab es ja nicht.
Ich kann nur hoffen, Obama ist und bleibt intelligenter!

Mondfalke
23.08.2009, 16:57
Ob der Einsatz von Anfang an berechtigt war oder nicht, lasse ich an dieser Stelle mal offen aber Fakt ist doch, dass wenn man jetzt die Soldaten sofort abziehen würde, dieses Land komplett im Chaos versinken würde. Und ich denke nicht, dass man ein Volk dem Untergang aussetzen sollte, wenn man das plötzliche Eintreffen doch auch mitverursacht hat durch den militärischen Eingriff.

Arwen
24.08.2009, 11:55
Fakt ist doch, dass wenn man jetzt die Soldaten sofort abziehen würde, dieses Land komplett im Chaos versinken würde.

das ist aber auch das einzige brauchbare argument, dass gegen den abzug spricht.

Mario
24.08.2009, 12:16
Gegenfrage : Ist dieses Land nicht schon lange im Chaos versunken?

Arwen
24.08.2009, 12:19
stimmt auch wieder. ein bürgerkrieg ist wahrscheinlich nur eine frage der zeit...

Martina
24.08.2009, 13:38
Also ich hab mal folgendes gehört oder gelesen:

Das Chaos in Afghanistan reicht schon in die Zeiten des kalten Krieges zurück. Damals war das Land von den Russen besetzt, was der Bevölkerung natürlich nicht so gepasst hat. Und auch den Amis nicht. Die wollten die Russen schwächen und haben die afgahnischen Freiheitskämpfer aufgerüstet mit Waffen und Söldnern aus anderen islamistischen Ländern. Der Anführer dieser Kämpfer war Osama Bin Laden. Nach langen Kämpfen und vielen Toten auf beiden Seiten zogen sich die Russen schließlich zurück. Afghanistan war zwar befreit, lag aber wirtschaftlich am Boden. Unterstützung der Amerikaner gab es nicht, denn die hatten ihr Ziel, Russland eins auszuwischen, erreicht. Die ganzen Söldner kannten aber nichts anderes als zu kämpfen, weswegen es zu einem Bürgerkrieg kam aus dem sich die Taliban heraus bildeten. Lange war das Land sich selbst überlassen, halt bis 2001.

Da kam Bush Jr. die Idee Terroristenbombenlotterie zu spielen und hat Afghanistan angegriffen in der Hoffnung, dass eine Bombe den Bin Laden auf den Kopf fällt. Der ist aber vom CIA zu gut ausgebildet worden und hat sich zu gut versteckt, so dass der ganze Krieg in einer Farce endete, was aber weder NATOnoch die USA zugeben würden. Die gebildete Regierung kann sich überhaupt nicht gegen die radikal islamistischen Terrogruppen durchsetzen.
Ist natürlich sehr antiamerikanisch, wird aber schon was Wahres dran sein.

Ein Ende des Chaos ist auch mit NATO-Truppen nicht in Sicht. Genauso ein großer Erfolg war ja der Krieg im Irak. Aber die Deutschen gehören halt zur NATO und deswegen, müssen sie mit ziehen.

Auch ich kenne Jemanden, der wegen des guten Geldes das man bei solchen Einsätzen verdient, sich in diese Krisengebiete (früher Kosovo, heute Afghanistan) versetzen lässt. Seine Beziehung ist deswegen in die Brüche gegangen und er soll wohl auch mittlerweile auch ziemlich viel trinken. Zusehen wie Kameraden sterben oder auch selber töten zu müssen, gehen nicht spurlos an einem vorbei, aber die Herren, die die Kriege anzetteln ziehen ja nicht selbst in den Krieg und müssen sich das Elend nicht vor Augen führen. Dumm ist eben nur, dass das schnelle Geld so viele (junge) Leute lockt. Aber davon können sie sich dann wenigstens den Psychiater bezahlen [Sarkasmus Ende]

Finn-Lady
24.08.2009, 21:17
Zusehen wie Kameraden sterben oder auch selber töten zu müssen, gehen nicht spurlos an einem vorbei, aber die Herren, die die Kriege anzetteln ziehen ja nicht selbst in den Krieg und müssen sich das Elend nicht vor Augen führen. Dumm ist eben nur, dass das schnelle Geld so viele (junge) Leute lockt. Aber davon können sie sich dann wenigstens den Psychiater bezahlen [Sarkasmus Ende]

Na eben, hab ich ja oben geschrieben. Mein Bruder hat diesen Anschlag vor 4 Jahren miterlebt.
Die Herren und Damen Politiker tauchen dann mal irgendwo auf und lassen sich fotografieren und gut ist - nach 1 Stunde geht spätestens aus Sicherheitsgründen der Flieger wieder, bis dato müssen die Kleinen den Herren/ die Dame schützen.

Allerdings hilft Dir der Sarkasmus nicht weiter. Das mit dem Psychiater find ich daneben - *sorry, keine Kritik, aber ich muß das loswerden, aus oben erwähnten Gründen*
Wer sich beim Bund verpflichtet hat, für den gibt es keine Entscheidung, geh ich oder geh ich nicht. Da gehste, wenn Dein Bataillion dorthin versetzt wird. Punkt. Mag sein, daß das Geld lockt, aber so viel ist nun auch wieder nicht. Da verdient der Politiker, der diese Entscheidung trifft, mehr.
Nun ist es einfach zu sagen, dann verpflichtet man sich eben nicht, aber wenn man eventuell nach dem Grundwehrdienst von Hartz 4 leben muß, überlegt man einmal.
Die wenigsten gehen blauäugig in diesen Dienst rein - ein paar gibt es sicher, die es als geiles Spiel empfinden könnten - aber ich glaube, den Meisten ist mittlerweile schon klar, daß "bei der Bundeswehr sein" mehr ist als ein bissel im Grundwehrdienst ballern.

senryu
25.08.2009, 13:50
Auch ich kenne Jemanden, der wegen des guten Geldes das man bei solchen Einsätzen verdient, sich in diese Krisengebiete (früher Kosovo, heute Afghanistan) versetzen lässt. Seine Beziehung ist deswegen in die Brüche gegangen und er soll wohl auch mittlerweile auch ziemlich viel trinken. Zusehen wie Kameraden sterben oder auch selber töten zu müssen, gehen nicht spurlos an einem vorbei, aber die Herren, die die Kriege anzetteln ziehen ja nicht selbst in den Krieg und müssen sich das Elend nicht vor Augen führen. Dumm ist eben nur, dass das schnelle Geld so viele (junge) Leute lockt. Aber davon können sie sich dann wenigstens den Psychiater bezahlen [Sarkasmus Ende]

Kann so sein, muss aber nicht. Einer meiner Onkel war im Kosovo, freiwillig und wegen des Geldes. Das gibt er offen zu. Nachwirkungen hat er übrigens keine und seine Familie ist intakt.

Ein anderer Freund von mir ist für die niederländische Armee in Afghanistan gewesen. Als er mir erzählte, dass er dahin geht, bin ich bald vom Stuhl gekippt. Aber er ist Berufssoldat und so hat er eben zu akzeptieren, wo er hingeschickt wird.. Und das sagt er dir auch so, wenn man ihn drauf anspricht. Deswegen ist aber aber weder schiesswütig noch sonstwie ein gestörter Killer.

Martina
25.08.2009, 19:12
Allerdings hilft Dir der Sarkasmus nicht weiter. Das mit dem Psychiater find ich daneben - *sorry, keine Kritik, aber ich muß das loswerden, aus oben erwähnten Gründen*
Wer sich beim Bund verpflichtet hat, für den gibt es keine Entscheidung, geh ich oder geh ich nicht. Da gehste, wenn Dein Bataillion dorthin versetzt wird. Punkt. Mag sein, daß das Geld lockt, aber so viel ist nun auch wieder nicht. Da verdient der Politiker, der diese Entscheidung trifft, mehr.
Nun ist es einfach zu sagen, dann verpflichtet man sich eben nicht, aber wenn man eventuell nach dem Grundwehrdienst von Hartz 4 leben muß, überlegt man einmal.
Die wenigsten gehen blauäugig in diesen Dienst rein - ein paar gibt es sicher, die es als geiles Spiel empfinden könnten - aber ich glaube, den Meisten ist mittlerweile schon klar, daß "bei der Bundeswehr sein" mehr ist als ein bissel im Grundwehrdienst ballern.

Tut mir leid, dass ich dich damit angegriffen habe. Ich wollte keinen Soldaten der im Ausland sein Leben riskieren muss als leichtsinnig und geldgierig abstempeln. Mir ist schon klar, dass viele die Verpflichtung als Ausweg aus Hartz 4 sehen und kann so eine Entscheidung durch aus nach vollziehen. Mein Sarkasmus sollte sich auch eher auf die beziehen, die im Hintergrund die Fäden ziehen und ordentlich Geld dafür einstecken.

Der den ich kenne hat sich aber wirklich freiwillig für Auslandseinsätze gemeldet, er hätte nicht hin gehen müssen.

@Senryu: Ich bin auch nicht der Meinung, dass die Soldaten schiesswütig oder gestörte Killer sind, sondern einfach nur ihren Job ausführen. Wenn sie dort die Menschen beschützen ist es ja auch ok, nur bringt der Einsatz ja nicht wirklich viel. Je mehr Soldaten dort stationiert werden, umso stärker steigt die Zahl der Anschläge. Aber über einen Truppenrückzug können die Soldaten ja eh nicht entscheiden.

Mondfalke
26.08.2009, 15:13
stimmt auch wieder. ein bürgerkrieg ist wahrscheinlich nur eine frage der zeit...

Bleibt die Frage, verdammst du das Land zu einem Bürgerkrieg indem du von jetzt auf gleich abziehst oder gibst du ihm wenigstens eine Chance indem du versuchst, etwas aufzubauen und wenigstens "geplant" deine Truppen abziehst...

Ich habe mal gelesen, dass viele Menschen in Afganistan die Taliban auch nicht haben wollen weil die sich einfach nach einem ruhigen Leben ohne Krieg und Terror sehnen aber die Taliban einfach zu viel Macht haben um sie einfach abzusetzen.

Arwen
26.08.2009, 15:22
die frage ist auch, ob es überhaupt gelingen kann, in afghanistan eine westliche demokratie aufzubauen.

Mondfalke
26.08.2009, 16:35
die frage ist auch, ob es überhaupt gelingen kann, in afghanistan eine westliche demokratie aufzubauen.

Ich denke nein, das darf meiner Meinung nach auch nicht das Ziel sein... Dazu sind die Menschen dort einfach zu unterschiedlich im Vergleich zu uns und ich denke auch, dass sie ihren eigenen Weg finden müssen aber das sind nicht die Taliban (nach dem was ich gelesen habe) und auch nicht der Militäteinsatz. Aber vorschnelles Handeln hilft in dieser Situation eben auch keinem mehr...

Finn-Lady
26.08.2009, 19:24
Bleibt die Frage, verdammst du das Land zu einem Bürgerkrieg indem du von jetzt auf gleich abziehst oder gibst du ihm wenigstens eine Chance indem du versuchst, etwas aufzubauen und wenigstens "geplant" deine Truppen abziehst...


Ich denke, wenn kommt überhaupt nur ein "geregelter Abzug" in Frage. Auch für die, die Entscheidungen treffen.
In die Entscheidung sollte aber dann auch miteinfließen, ob man die Sicherheit der Leute garantieren kann, die für eben diese Friedenssicherung verantwortlich sind. Und da bin ich skeptisch.
Uns trennt da so viel - und so lange es so viele Fanatische gibt, die aus religiösen Motiven heraus "Ungläubige" abknallen, fehlt die Basis, selbst wenn der Großteil der Afghanen für diesen Einsatz sind. Aber als Politiker hast du halt auch Verantwortung für Deine Leute.

yeti
18.09.2009, 22:04
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,649965,00.html

Das klingt aber alles andre als gut...............

Mario
02.12.2009, 19:57
Ist der Afghanistan-Krieg das Vietnam der Nato?

Obama will 30 000 zusätzliche Truppen schicken

http://www.bild.de/BILD/politik/2009/12/02/einsatz-am-hindukusch/ist-der-afghanistan-krieg-das-vietnam-der-nato.html

Raverunner
03.12.2009, 16:32
Ob der Einsatz von Anfang an berechtigt war oder nicht, lasse ich an dieser Stelle mal offen aber Fakt ist doch, dass wenn man jetzt die Soldaten sofort abziehen würde, dieses Land komplett im Chaos versinken würde. Und ich denke nicht, dass man ein Volk dem Untergang aussetzen sollte, wenn man das plötzliche Eintreffen doch auch mitverursacht hat durch den militärischen Eingriff.

:up::up::up:

Mario
03.12.2009, 16:40
Taliban drohen mit blutigem Empfang

Auf die Ankündigung der USA, 30.000 weitere Soldaten nach Afghanistan zu schicken, haben die Taliban mit Drohungen reagiert. Sie kündigten an, ihrerseits die Angriffe zu verstärken.

Die Taliban haben den USA mit blutigen Angriffen gedroht, wenn weitere 30.000 Soldaten nach Afghanistan geschickt werden. "Diese Strategie wird sich nicht auszahlen", hieß es in einer verbreiteten Erklärung der islamischen Aufständischen. Sie werde den Taliban-Kämpfern lediglich die Chance bieten, "ihre Angriffe zu verstärken und die amerikanische Wirtschaft zu erschüttern".

Bei den NATO-Verbündeten hat die neue Afghanistan-Strategie der USA eine zwiespältige Resonanz gefunden. Deutschland und Frankreich erklärten, dass es keine Entscheidung vor der Afghanistan-Konferenz Ende Januar in London geben werde. Der französische Verteidigungsminister Hervé Morin sagte, seine Regierung wolle den Einsatz in Afghanistan nur zur Ausbildung der afghanischen Streitkräfte und zum Aufbau der Institutionen weiter verstärken. Er reagierte damit auf Berichte, wonach die USA Frankreich um die Entsendung von weiteren 1.500 Soldaten gebeten haben.

Hingegen will Italien die neue Strategie mit der Entsendung von etwa 1.000 zusätzlichen Soldaten unterstützen. Verteidigungsminister Ignazio La Russa sagte der Mailänder Zeitung "Corriere della Sera", die genaue Zahl werde in Kürze festgelegt. Sie liege aber unter der Zahl von 1.500 Soldaten, die sich Washington nach Presseberichten von Italien wünsche.

http://www.n24.de/news/newsitem_5631529.html

Mario
14.04.2010, 17:58
http://www.bild.de/BILD/politik/2010/04/14/guttenberg-afghanistan/verteidigungsminister-schwerste-reise.html

Schwere Waffen nun auch im Kriegsgebiet :up::up: