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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auslænderquote in Schulklassen ?!


Kaethe
24.11.2008, 16:24
Eine sehr interessante These, die die Bild da aufstellt.
http://www.bild.de/BILD/news/politik/2008/11/20/auslaender-quote/fuer-alle-schulklassen.html

Eine wunderbare Antwort, die ich gefunden habe.
http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/auslaender-pisa-ergebnis-2008/3280/

Und noch ein weiterer Artikel: http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,582545,00.html

Frage Nr. 3: Denken die Bildredakteure manchmal darueber nach, was sie da verzapfen?

senryu
24.11.2008, 16:59
zu 3) nö, die kramen einfach im Archiv. Hab grad mal bissi gegoogelt. Das Thema gabs 2003 schon - und nicht nur in der Bild. Spart Redakteuren doch die Benutzung eigener Gehirnwindungen /ironie off

Da jetzt rumzurechnen, wo man im Pisa-Test wäre ohne Ausländer, ist völlig blödsinnig, weil - auch das wurde schon 2003 fest gestellt - die Nationalität mal nichts mit Schulerfolg zu tun hat. Man lese hier http://www.handelsblatt.com/archiv/nationalitaet-ohne-einfluss-auf-schulerfolg;611595

Klassischer Fall von alter Wein in neuen Schlächen oder einfach nur "blöd von der Bild" ;)

Kaethe
24.11.2008, 17:02
Hm, gut aber darueber, was sie ausm Archiv kramen, darueber denken sie auch nicht nach. Ich sollte mich an die Titulierung meiner Deutschlehrerin halten: 'Blødzeitung'. :brauen:

senryu
24.11.2008, 17:06
recht hat sie wohl...

Benjamin
24.11.2008, 17:31
Na ich weiß nicht - im Allgemeinen bin ich auch kein Freund der Bildzeitung; aber der BILD-Artikel ist meiner Meinung nach zumindest sinnvoller als der Spiegel-Artikel über die Vietnamesen. Denn dass Kinder mit Migrationshintergrund im Durchschnitt (in dem Wort steckt bereits, dass es nicht auf alle zutrifft) in der Schule größere Probleme haben, dürfte wohl kaum zu bestreiten sein. Weniger Ausländer schaffen es aufs Gymnasium, wesentlich mehr landen auf der Hauptschule - und das liegt sicher nicht nur daran, dass die Grundschullehrer in Klasse 4 für Migrantenkinder absichtlich eine andere Schulempfehlung aussprechen. Natürlich liegt es auch nicht daran, dass Ausländer im Schnitt dümmer wären... das größte Hindernis für eine bessere Ausbildung sind in der Regel fehlende sprachliche Fähigkeiten.

An dieser Stelle ist der Spiegel-Artikel vielleicht doch noch zu etwas zu gebrauchen: Woran liegt es denn zum Beispiel, dass Vietnamesen bessere Leistungen erbringen als Türken? Liegt es vielleicht daran, dass sie zahlenmäßig so wenige sind, dass sich hier kaum eine Parallelgeselschaft bilden kann und die Leute auf diese Weise gezwungen sind, die Landessprache zu erlernen, um sich im Alltag zurecht zu finden? Denn das ist ja der Unterschied beispielsweise zu den Türken, die im Alltag oft mit der türkischen Sprache auskommen, da es ja quasi an jeder Ecke türkische Einkaufsläden, Restaurants und so weiter gibt - und da es nicht zuletzt in der Schule genügend andere Türken gibt, so dass sie nicht gezwungen sind, sich mit den deutschen Mitschülern auf deutsch zu unterhalten (das gilt jetzt hauptsächlich für die Hauptschule). So gesehen ist die Idee hinter der "Ausländerquote" ja gar nicht so dumm. Mein Hauptkritikpunkt ist ein anderer: Ich stelle mir das in der Praxis relativ schwierig vor, weil man die Kinder in vorwiegend von Migranten bewohnten Vierteln dann verstärkt zu Schulen in anderen Gebieten befördern müsste. Der andere Kritikpunkt ist natürlich der, dass die "Inländer"-PISA-Ergebnisse nicht zum Vergleich mit den anderen Ländern taugen - denn gerechterweise müsste man dann auch dort die Ausländer herausrechnen. Um aber die gewaltigen Defizite bei der Integration aufzuzeigen, sind die Zahlen sehr gut geeignet.


Meine These ist ja ohnehin eine ganz andere: Schüler werden hauptsächlich vom Skispringen klüger - denn es kann doch kein Zufall sein, dass ausgrechnet die vier Bundesländer, aus denen die meisten deutschen Skispringer kommen, in jeder PISA-Studie vorn liegen.

senryu
24.11.2008, 17:41
Jawoll, Schanzen für alle Länder. Kann ich das bitte als Smiley haben? ;)

Woran liegt es denn zum Beispiel, dass Vietnamesen bessere Leistungen erbringen als Vietnamesen?

hm, meinst du Türken vielleicht? Oder Albaner? Oder...?

das größte Hindernis für eine bessere Ausbildung sind in der Regel fehlende sprachliche Fähigkeiten.

und Eltern, die sich darum kümmern diese zu beseitigen? Das kann ja nicht auf die Schule abgwälzt werden.

SO schlecht fand ich den Spiegel-Artikel übrigens nicht.

70 Prozent der Zuwanderer in Ostdeutschland stammen aus Osteuropa und Asien. Jüdische Kontingentflüchtlinge aus Russland, Ukrainer, Chinesen und Vietnamesen bringen eine sehr hohe Bildungsorientierung mit.
dieses bspw. kann ich aus meinen eigenen (Vorsicht subjektiv) Erfahrungen allerdings so bestätigen.

ausnahmefehler
24.11.2008, 17:49
Diese PISA Studien-Sache ist doch sowieso Makulatur. Meiner Meinung sagt das jedenfalls nichts darüber aus wie klug Schüler sind oder eben wie blöd. Sondern wie gut sie Sachen hinschreiben können die sie irgendwie gelernt und in peripheren Teilen des Gehirns kurzfristig abgelegt haben und in ein paar Wochen sowieso wieder vergessen. Sorry ich halte es für fatal zu sagen, ja, ohne die Ausländer wäre die deutsche Jugend ne glänzende Elite, und mit solchen Artikeln schürt man in der breiten Bevölkerung Fremdenhass. Die Kinder mit Migrationshintergrund schneiden ja nicht schlechter ab wegen ihres Migrationshintergrundes, sondern weil sie in ihrem Milieu feststecken und keine Möglichkeiten bekommen da herauszugelangen (siehe schlechtere Schulempfehlung! Aber das ist leider diese gewollte Selektion). Und was die Vietnamesen angeht, weiß ich nicht, aber Asiaten haben nunmal den Ruf ziemlich diszpliniert zu lernen, also keine andere Wahl zu haben ;D Und doch, die Idee mit der Ausländerquote ist "so dumm". Was meint ihr wie man sich fühlt als Kind wenn man weiß man ist der QUOTENAUSLÄNDER in seiner Klasse. Naja meine Meinung.

Kaethe
24.11.2008, 18:12
Ich find es auch læcherlich, Quoten fuer Auslænder zu bilden. Erstens hængt vielmehr vom Mileu ab, aus dem man kommt bzw. welche Einstellung das Elternhaus zur Bildung hat als der Migrationshintergrund. Wenn zu Hause kein Wert auf Bildung gelegt wird, dann lernt ein Kind die Sprache nicht oder nur schlecht. Nur ein Sprachtest und eine Foerderung der schwachen Kinder schafft da Abhilfe.

Zweitens schuert der Artikel Fremdenhass und fuehrt zur Ghettoisierung mit allen negativen Folgen. Das erinnert fast an Nazipropaganda.

Man kønnte genauso gut sagen, dass ohne die Hauptschueler die Pisastudie besser ausgefallen wære, aber die Abschaffung der Hauptschule wuerde auch nicht viel ændern. Wohin denn dann mit den ganzen schwachen Schuelern. Von allein werden sie bestimmt nicht besser. Vielmehr muss die Betreuung an allen Schulformen ausgebaut werden. Am Gymnasium muessen die guten Schueler in der Oberstufe mehr gefordert werden. Nur so wuerde das Niveau insgesamt gehoben.
Am allerwichtigsten waere es fuer die Schueler der Hauptschule eine Perspektive zu haben. Die muessen mehr Anreiz bekommen als nur: 'Ihr landet sowieso bei Hartz 4.' Es wære ja schon, wenn die Medien auch mal was anderes præsentierten als nur dumme, hoffnungslose Kandidaten, die sich auf Stellen bewerben.

Benjamin
24.11.2008, 18:19
Ach verdammt! Den Schreibfehler hab' ich mir natürlich genau an der falschen Stelle geleistet. Aber ich denke, es ist trotzdem klar, was gemeint ist. Dass die Vietnamesen und Chinesen in Deutschland sowie die jüdischen Flüchtlinge aus Russland und der Ukraine sogar eine bessere Bildungsorientierung mitbringen als ein durchschnittlicher Deutscher, glaube ich ja gern. Bloß ist ihr Anteil an der Gesamtzahl aller Bürger mit Migrationshintergrund eben verschwindend gering (auch wenn die 70 % aller Zuwanderer in Ostdeutschland hier einen anderen Eindruck vermitteln: In Ostdeutschland gibt es eben generell nicht viele Ausländer; vergleiche hierzu auch http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,591040-2,00.html )

@ausnahmefehler: Die Idee hinter der "Ausländerquote" ist ja gerade die, dass die Schüler aus ihrem Millieu herauskommen und eben nicht auf einer Schule lernen müssen, wo mehr als die Hälfte aller Schüler nichtdeutscher Herkunft ist. Deswegen braucht sich auch keiner als "Quotenausländer" zu fühlen - denn die Zahl soll ja gerade nach oben und nicht nach unten begrenzt werden.

Ich find es auch læcherlich, Quoten fuer Auslænder zu bilden. Erstens hængt vielmehr vom Mileu ab, aus dem man kommt bzw. welche Einstellung das Elternhaus zur Bildung hat als der Migrationshintergrund. Wenn zu Hause kein Wert auf Bildung gelegt wird, dann lernt ein Kind die Sprache nicht oder nur schlecht. Nur ein Sprachtest und eine Foerderung der schwachen Kinder schafft da Abhilfe.
Das ist jetzt inhaltlich fast genau ein Abschnitt aus dem Bild-Artikel: "Lehrerverbands-Chef Josef Kraus fordert bundesweit verbindliche Sprachtests vor der Einschulung – und Strafen für Eltern, die nicht darauf achten, dass ihre Kinder die Schule besuchen."

ausnahmefehler
24.11.2008, 18:22
Ja, das die Zahl nach oben begrenzt werden soll, ist mir auch klar. ;) Nee ich glaube das würde nicht funktionieren.

senryu
24.11.2008, 18:27
bei mir sträuben sich immer die Nackenhärchen, wenn ich Quote lese. Sei es Quotenfrau, Quotenausländer oder was weiss ich. Und selbst wenn man diese einführen möchte, WIE soll das bitte gehen? Werden dann Kinder in migrationstärkeren Gebieten in schwächere Gebiete "umverteilt"? Gibts dann vor der höheren Schule einen Sprach- und IQ-Test (von dem ich auch nur bedingt was halte) und dann darf man statt in Neukölln in Charlottenburg auf die Schule? Jetzt mal ganz überspitzt gefragt? Das scheint mir doch alles arg utopisch.

Nachtrag:

Lehrerverbands-Chef Josef Kraus fordert bundesweit verbindliche Sprachtests vor der Einschulung – und Strafen für Eltern, die nicht darauf achten, dass ihre Kinder die Schule besuchen."


das wunderte mich. Gibts da nicht schon Strafen für?

Benjamin
24.11.2008, 18:43
Ja, das ist eben das Problem: Wie gut ist das mit der Umverteilung praktisch machbar? Die andere Lösungsmöglichkeit, die ja meist von der linken Seite vorgeschlagen wird, ist ja die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems oder zumindes eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule. Auf diese Weise würde man ebenfalls Schulen mit geringerem Ausländeranteil erhalten - und das, ohne die Schüler durch die halbe Stadt zu kutschieren. Allerdings habe ich dabei auch so meine Bauchschmerzen - denn innerhalb Deutschlands haben Länder, die bevorzugt auf Gesamtschulen setzen, in der Regel auch nicht besser abgeschnitten.
Was die Strafen betrifft: Soweit ich weiß, gibt es solche Strafen bereits - allerdings weiß ich nicht, ob es da Ausnahmeregeln gibt, wenn die Eltern ohnehin von Sozialhilfe leben.

PS: Oh, oh - einen Starterquotenthread gibt es schon - und einen TV-Quoten-Thread wollte ich zur neuen Saison auch wieder eröffnen...

Nika
25.11.2008, 00:15
....
Meine These ist ja ohnehin eine ganz andere: Schüler werden hauptsächlich vom Skispringen klüger - denn es kann doch kein Zufall sein, dass ausgrechnet die vier Bundesländer, aus denen die meisten deutschen Skispringer kommen, in jeder PISA-Studie vorn liegen.:jap:

http://www.skispringen-com-forum.com/Forum/images/icons/icon14.gifhttp://www.skispringen-com-forum.com/Forum/images/icons/icon14.gifBenjamin
http://www.skispringen-com-forum.com/Forum/images/icons/icon14.gifhttp://www.skispringen-com-forum.com/Forum/images/icons/icon14.gifBildung
http://www.skispringen-com-forum.com/Forum/images/icons/icon14.gifhttp://www.skispringen-com-forum.com/Forum/images/icons/icon14.gif Skispringen
Hier bekommst du noch
http://www.floraprima.de/scripts/pictures/article.php?mode=topseller&abiId=724

Offtopic:
wie fügt man hier sauber einen link einfügen? gibts hier ne url-funktion? Ich mein, so dass nicht der komplett lange Rattenschwanz von link im Post steht, sondern ein "Platzhalter" (keine Ahnung ob ich es jetzt gut beschreiben hab. bin ein Nullchecker am Pc :rolleyes:)

Nika
25.11.2008, 00:23
@ausnahmefehler: Die Idee hinter der "Ausländerquote" ist ja gerade die, dass die Schüler aus ihrem Millieu herauskommen und eben nicht auf einer Schule lernen müssen, wo mehr als die Hälfte aller Schüler nichtdeutscher Herkunft ist. ...
tja und nachmittags? Da muss noch was kommen in Deutschland. Aber wirklich was mit Konzept. Und das seh ich jetzt grad mal net.


....Lehrerverbands-Chef Josef Kraus fordert bundesweit verbindliche Sprachtests vor der Einschulung ...
es darf nicht nur getestet werden. Die Ergebnisse müssen ausgewertet und dann ein individuelles Förderungskonzept erstellt und durchgezogen werden. Das hört sich teuer an und das ist es auch. Deswegen wirds damit auch so schnell nichts.

....oder zumindes eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule. Auf diese Weise würde man ebenfalls Schulen mit geringerem Ausländeranteil erhalten ...

wird gemacht, weil es demografisch und finanziell nicht anders geht.
Nicht aus pädagogischen Überzeugungen!

Nika
25.11.2008, 00:28
@ senryu:
das wunderte mich. Gibts da nicht schon Strafen für?
Doch da gibts Strafen in Form von Bußgeldern.
Außerdem wird ja das eigenmächtige Verlänger der Ferien auch intensiver geahndet in letzter Zeit.

sry, habs mit der software noch nicht so ganz! So viele Möglichkeiten und immer die falsche.
Und wo sind denn jetzt die Schmeilys *grübl* *hihi*

Kaethe
25.11.2008, 01:01
Ohne Sprache erwirbt man gar keine Fähigkeiten. Wie soll jemand Mathe lernen und verstehen, wenn er die Sprache, die der Lehrer spricht, nicht versteht? Da kann man noch so schlau sein, ohne Sprache geht es nicht. Und dafür muss ein vernünftiges Konzept her und zwar für alle. Es gibt auch genug Deutsche, die ein schlechtes oder sehr schlechtes Deutsch sprechen. ('komm mal hier' oder 'komm mal bei die Mutter') Allein dafür lohnt sich doch schon der Aufwand.

Aber nicht nur die schwachen müssen gefördert werden, sondern die guten Schüler müssen auch gefordert werden. Wenn ich an meine drei Jahre Oberstufe zurückdenke, da hätte man soviel mehr machen können und fordern können von den Schülern. Aber das war und ist teilweise nicht gewollt. Stattdessen schraubt man die Ansprüche an die Schüler runter, damit die Noten besser werden. Das passt nicht, denn das ist der falsche Weg.

ausnahmefehler
25.11.2008, 03:05
Und gerade die Deutschen mit dem sehr sehr schlechten Deutsch sind doch die, die zB auf dieser Bild-Online Seite am lautesten Schreien von wegen es wäre ja lächerlich mit dem Türkischunterricht und eine Frechheit. "Man muss die deutsche sprache beherrschen dass ist das wichtigste" LOL ;)

senryu
25.11.2008, 09:54
gut, Leserkommentare der Bild führe ich mir eh nicht zu Gemüte. Stammtisch-Niveau ist nicht ganz so meins ;)

Ich gebe Kaethe recht, Sprache ist das A und O und ohne korrekte Beherrschung dieser kommt man leider nicht weit - als Ausländer oder als Deutscher. Leider ist Sprache aber auch etwas, auf das meiner Meinung nach, immer weniger Wert gelegt wird. Wie oft sehe ich Fehler in Zeitschriften oder was man manchmal im TV hört, ist auch nicht von schlechten Eltern. Sprachkompetenz ist leider etwas, was abnimmt - wo es doch besser zunehmen sollte. Und das finde ich extrem schade, denn gerade Kinder lernen Sprachen wie "im Flug" und es gibt so viele spielerische Aufgaben, wie man besseres Umgehen mit der Sprache lernen kann.

Aber nicht nur die schwachen müssen gefördert werden, sondern die guten Schüler müssen auch gefordert werden.
110% einverstanden! Aber gerade in Deutschland habe ich manchmal das Gefühl, alle schreien wieder "Elite-Billdung" und das gehe ja auch nicht. Das wäre dann aber wohl aber nochmal ein anderes (wenn auch interessantes) Thema.

Doch da gibts Strafen in Form von Bußgeldern.
Außerdem wird ja das eigenmächtige Verlänger der Ferien auch intensiver geahndet in letzter Zeit.
Weiss ich, aber das war ja nicht die Fragestellung. Es geht um konsequente Blau-Macher. Ich habe gestern mal ein bisschen zu dem Thema gegoogelt. Scheinbar regelt das jedes Bundesland, wie es möchte im entsprechenden Schulgesetz. Die einen rigoroser, die anderen weniger.

Kaethe
25.11.2008, 10:32
Es geht mir nicht darum, eine Elite zu bilden, sondern vielmehr darum, dass insbesondere im Gymnasium in der Oberstufe mehr gelernt wird. Teilweise wird Gymnasiasten ja vermittelt, sie seien Elite oder toll, weil sie auf dem Gymnasium seien. Und das halte ich für falsch.

Genau, die deutsche und am besten nur die deutsche Sprache soll man beherrschen. Verständigung wir dann lustig. ;)

senryu
25.11.2008, 11:05
was ja hiermit auch exemplarisch bewiesen wurde... ;)

Mondfalke
25.11.2008, 22:58
Ich war auf dem Gymnasium in einer Klasse mit 13 Nationen auf 24 Schülern. Und ich würde jetzt nicht behaupten, dass wir eine "schlechte" Klasse waren. Aber durch die vielen unterschiedlichen Nationen gab es natürlich auch keine Gruppenbildung.

Ich denke auch, dass eine intensivere Sprachförderung auch bessere Noten bringen würde. Oft hab ich das Gefühl, dass die Leute auch Sprache nicht mehr lernen wollen, seien es Deutsche oder Ausländer. Dialekt ist ja gut und schön aber man sollte trotzdem in der Lage sein, Hocheutsch zu lesen und zu schreiben und das fehlt auch oft heutzutage und da wird nurnoch geschrieben, wie auch im jeweilligen Gebiet gesprochen wird. Das hängt wahrscheinlich auch mit der größeren Spaltung zwischen Arm und Reich zusammen.

Kili
26.11.2008, 17:00
also ich bin selber ein multi-kulti kind und ich bin nicht grade schlecht in der schule (gymnasium)und die anderen ausländerkinder in meiner schule auch

Sunnygate
27.11.2008, 23:33
Hier im Osten sind die Vietnamesen die größte Ausländergruppe und in der Kleinstadt, in der ich arbeite, gibt es auf kleinstem Raum fünf von ihnen betriebene Geschäfte. Ihre Kinder sprechen hervorragend Deutsch, besser als die meisten Deutschen, und sie gehen nicht nur fast alle aufs Gymnasium sondern sind dort auch unter den besseren Schülern.
Zuhause wird Vietnamesisch gesprochen, wird die Kultur gepflegt, in den Geschäften arbeiten überwiegend Landsleute. Aber trotzdem sind sie integriert und anerkannt.
Die Frage ist doch, warum es bei den Türken das so nicht klappt. Häufig sprechen die älteren Frauen fast kaum Deutsch, werden untergebuttert. Bildung spielt, vor allem auch bei den Jungs, kaum eine Rolle. Sie sondern sich auch ab. Viele Freunde von mir, die in den alten Bundesländern arbeiten, bestätigen, dass ihre ausländischen Arbeitskollegen gern mit den Deutschen auch mal essen gehen, bowlen usw. Die einzigen, die da nicht mitmachen, sind die Türken.
Warum ist das so und wie ist das zu ändern?
Bildung ist das allerwichtigste und das sollte auch dieser Völkergruppe klar sein.